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KapaafIn der Schulaula in Wiehl-Bielstein fand eine rauschende Kostümsitzung statt

Lesezeit 3 Minuten
Eine Karnevals-Kindertanzgruppe zeigt eine Choreografie auf der Bühne einer Sitzung.

Nach der Büttenrede erfreute der Auftritt der Kleinsten, der Lollipops, die zahlreichen Jecken.

Das erste Highlight erwartete die rund 450 bunt kostümierten Jecken, die nach Bielstein gekommen waren, gleich zu Beginn der Veranstaltung.

Dreimal Bielstein Kapaaf hieß es am Samstag, denn der Karnevalsverein Bielstein (KVB) hat erneut seine rauschende Kostümsitzung in der zum Festsaal umfunktionierten Schulaula gefeiert. Die Stimmung war von der ersten Sekunde bis zum Schluss grandios. Dafür sorgte auch das hochkarätige Programm, das Literatin Sarah Krüger auf die Beine gestellt hatte.

„Der Sitzungspräsident“ alias Volker Weininger als Büttenredner dabei

Das erste Highlight erwartete die rund 450 bunt kostümierten Jecken schon kurz nach Beginn der Veranstaltung, denn nach dem Einmarsch des KVB und der offiziellen Eröffnung der Kostümsitzung durch das Prinzenpaar, Prinz Volker I. und Prinzessin Jana aus dem Hause Stache, die lautstark vom Publikum begrüßt wurden, eroberte „Der Sitzungspräsident“ alias Volker Weininger die Bühne. In Waldbröl aufgewachsen zählt er seit Jahren zur Spitzengruppe der rheinischen Büttenredner und so rannen auch auf der Kostümsitzung die Lachtränen über die geschminkten Gesichter.

Es gibt so vieles, das ich einfach nicht verstehe. Wie kann man zum Beispiel Zweiter beim Biathlon werden? Die haben doch Gewehre.
Volker Weininger bei seiner Büttenrede

„Es gibt so vieles, das ich einfach nicht verstehe. Wie kann man zum Beispiel Zweiter beim Biathlon werden? Die haben doch Gewehre. Und wieso gibt es beim Toaster die Stufe sechs? Als wenn jemand morgens in der Küche steht und sich sagt: ‚Heute hab ich mal Lust auf Asche mit Butter‘. Aber was mich am meisten verwirrt: Es ist verboten, eine Pinzette mit in das Flugzeug zu nehmen“, erzählte „Der Sitzungspräsident“ leicht schockiert und ergänzte: „Aber mal ganz unter uns. Wem es gelingt, mit einer Pinzette ein Flugzeug in seine Gewalt zu bringen, der hat es sich aber auch wirklich verdient.“

Lachend und applaudierend bedankten sich die Jecken bei ihm für seinen Auftritt. Nach der Büttenrede erfreute der Auftritt der Kleinsten, der Lollipops, die Karnevalisten. Mit „Fiasko“ folgte der erste musikalische Programmpunkt. Die kölsche Party- und Rockband, bestehend aus Daniel Müller (Gesang, Gitarre), Dirk Fussel (Bass), Henning Becker (Gitarre) und René Jungbluth (Schlagzeug), sorgte für ausgelassene Stimmung, sodass es schließlich niemanden mehr auf den Stühlen hielt.

Gespenstisch wurde es dagegen mit der Showtanzgruppe „Golden Girls“. Unter dem Motto „Ghostbusters – Mir rette Kölle“ nahmen die 23 Tänzerinnen im Alter von 18 bis 52 Jahren die feierwütigen Jecken wieder mit auf eine typische GG-Geschichte.

Wenn es denn noch möglich war, heizte der nächste musikalische Programmpunkt die Stimmung noch weiter an – Kasalla übernahmen das Ruder auf der Bühne, bevor wieder ein Eigengewächs des KVB, die Crazy Girls and Boys, mit ihrer Tanzeinlage begeisterten.

Nach dem Duo „Heddemer Twix“ lieferte die Musikgruppe „Spökes“ eine eindrucksvolle Bühnenshow. Akrobatische Höhenflüge vollführten die Bielsteiner Tanzmäuse und so mancher Besucher hielt den Atem an. Mit tosendem Applaus honorierten die Karnevalisten den sportlichen Auftritt. Gegen halb neun war nicht nur stimmungsmäßig der Höhepunkt erreicht, sondern „Weisweiler“ begeisterten mit ihrem reichhaltigen musikalischen Repertoire.

Zum Abschluss aber gehörte die Bühne nochmals dem Prinzenpaar, die sich von der Menge jubelnd feiern ließen. Auf sie wartete noch eine Überraschung – die Männertanzgruppe des Karnevals-Komitee Leppe gab sich die Ehre.

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