Mit der Bronzemedaille bei der WM im spanischen Pontevedra hat die Wiehlerin zugleich das Ticket für den legendären Wettkampf in Hamburg.
WM-PremiereSaskia Schmidt (22) aus Wiehl löst das Ticket für den Hamburg Triathlon

Beim Fünf-Kilometer-Lauf arbeitete sich Saskia Schmidt immer näher an die Spitzenreiterinnen heran.
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Der Hamburg Triathlon zählt nicht nur zu den größten Wettkämpfen der Welt, er ist auch für seine tolle Kulisse bekannt. Geschwommen wird in der Binnenalster, und mit dem Rad geht es vorbei an der Speicherstadt und den Landungsbrücken, bevor der Schlusslauf über den Jungfernstieg beginnt. Entsprechend begehrt sind die Startplätze in der Hansestadt. Die Wiehlerin Saskia Schmidt hat das Ticket für das zweite September-Wochenende jedenfalls schon in der Tasche. Die 22-Jährige holte bei ihrem ersten Auftritt bei einer Weltmeisterschaft im spanischen Pontevedra Bronze – und eben die Fahrkarte nach Hamburg.
Wiehlerin startete an der Atlantikküste
Schmidt startete in der Provinz Galicien, direkt an der Atlantikküste, bei der Triathlon-Altersklassen-Weltmeisterschaft in der Klasse der 20- bis 24-Jährigen, und zwar über die Sprintdistanz. Dabei wartete im Wasser auch gleich der erste große Kraftakt auf die Oberbergerin: Der Rio Lérez, der nahe Pontevedra in den Atlantik mündet, forderte Saskia Schmidt mit Salzwasser und viel Strömung heraus. Dazu pfiff der Wind über den Fluss, in dem 750 Meter zu absolvieren waren.
„Den gesamten Hinweg hatten wir mit der Strömung zu kämpfen, das hat angestrengt", erinnert sich Schmidt. Abhängen ließ sie sich von den Konkurrentinnen aber trotzdem nicht, im Gegenteil. Und spätestens beim Gang aus dem Wasser witterte die 22-Jährige eine Chance. „Die langen Wege durch die Wechselzone kamen mir persönlich sehr entgegen, da konnte ich meine Stärke beim Laufen gut ausspielen", berichtet die Wiehler Athletin.
Bergetappen im Oberbergischen
Nach dem Schwimmen waren 20 Kilometer auf dem Rad gefordert und dabei kam Saskia Schmidt eindeutig zugute, dass sie im hügeligen Oberberg trainiert. „Mit meiner Leistung auf dem Rad bin ich rückblickend wirklich hochzufrieden. Es hat mir in die Karten gespielt, dass ich regelmäßig Bergetappen fahre. Dadurch konnte ich mich Position für Position nach vorne arbeiten. Als Fünftplatzierte bin ich dann schließlich auf die Laufstrecke gewechselt." Wenn es um den abschließenden Fünf-Kilometer-Lauf geht, erinnert sich die Wiehlerin vor allem an die begeisterte Stimmung entlang der Strecke und die Anfeuerungsrufe der Zuschauer, die ihr zusätzliche Motivation lieferten.

Das ist die verdiente Bronzemedaille.
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So drängte Schmidt weiter in Richtung der Spitzenreiterinnen und lief letztlich als Dritte nach 1:12:20 Stunden ins Ziel – sechs Sekunden vor der Konkurrentin um die Bronzemedaille. „Ich hätte vorher nicht gedacht, dass ich überhaupt eine Chance habe, um eine Medaille zu kämpfen. Umso mehr habe ich mich natürlich über Bronze gefreut. Ich bin mehr als zufrieden, richtig glücklich", freut sich Saskia Schmidt. Der dritte Platz bedeutet für sie auch die Qualifikation für den Hamburg Triathlon, ihre dann zweite WM-Teilnahme dort hat Saskia Schmidt bereits fest eingeplant, der Start am Ufer der Alster soll der Höhepunkt ihrer Saison 2027 werden.
Wer übrigens dachte, Saskia Schmidt hätte nach dem Abschluss ihres Einzelrennens fürs Erste die Nase voll von Triathlon gehabt, lernte schnell dazu. Zusammen mit zwei Männern und einer Frau aus Deutschland startete sie nur wenig später in der Mixed Relay der Altersklasse 120–159 als Staffel, bei der alle Sportlerinnen und Sportler nacheinander ins Wasser, auf das Rad und in die Laufschuhe mussten. Als die Oberbergerin den Staffelstab weitergab, lag die Mannschaft auf dem zweiten Platz – letztlich holte das „Team German I" den beachtlichen achten Gesamtrang. Insgesamt hatten sich in der Staffelvariante 19 Teams aus aller Welt miteinander gemessen.
