EhrungDominik Beul ist seit 25 Jahren Messdiener in der Gemeinde St. Nikolaus Wipperfürth

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Foto von Dominik Beul in einem Kirchenraum – mit Urkunde in den Händen.

Dominik Beul in der Wipperfürther Pfarrkirche mit seiner Urkunde als Dank für 25 Jahre Tätigkeit als Messdiener in St. Nikolaus.

Für seine langjährige Tätigkeit in der Kirchengemeinde hat Dominik Beul aus Wipperfürth von Pfarrer Lambert Schäfer eine Urkunde erhalten.

Es ist ein Jubiläum, das heutzutage selten ist. Dominik Beul aus Wipperfürth bekam von Pfarrer Lambert Schäfer eine Urkunde überreicht, für seine 25-jährige Tätigkeit als Messdiener in der katholischen Kirchengemeinde St. Nikolaus.

Angefangen hat der heute 35-Jährige mit dem Freiwilligendienst, wie die meisten anderen Messdiener das auch machen – nach der Erstkommunion. Damals ist der junge Dominik zehn Jahre alt. „Es war der 18. April 1999, eine Woche nach meiner Erstkommunion. Es wurde uns angeboten, ich habe dann gedacht: Komm, jetzt gehst du da hin und machst mit“, sagt Dominik Beul.

Messdiener in Wipperfürth: Die ganze Familie ist involviert

Seitdem ist er als Messdiener dabeigeblieben, mit heute ganz anderen Vorzeichen als früher. „Als ich angefangen habe, waren wir so 45 bis 50 Ministranten, heute sind wir vielleicht noch fünf. Und da sind mein Vater, der auch ab und zu aushilft, und ich schon mit eingerechnet“, sagt der gelernte Garten-Landschaftsbauer, der heute in der Forstwirtschaft arbeitet.

Dominik Beul ist nicht nur seiner Tätigkeit treu geblieben, sondern auch der Gemeinde. „Ich bin immer bei der Sonntagsmesse um 11 Uhr hier in St. Nikolaus dabei. Bei der Silberhochzeit meiner Eltern vor einigen Jahren, die sie in Wipperfeld gefeiert haben, habe ich dort mal in der Kirche ministriert. Aber sonst war und bin ich immer hier in St. Nikolaus“, sagt der 35-Jährige.

Auch seine beiden Brüder, der eine jünger, der andere älter, sind Messdiener gewesen. „Mein Vater ist zudem noch Lektor und Kommunionhelfer sowie im Kirchenvorstand. Wir sind also durchaus stark in der Gemeinde involviert“, sagt Dominik Beul.

Es tue ihm schon leid, sagt er, dass heute nur noch so wenige Kinder und Jugendliche für den Dienst am Altar motiviert werden könnten. „Auf den Kirchdörfern ist das anders. Ich denke, dass der Zusammenhalt im Dorf besser ist als in der Stadt“, sagt er nachdenklich. Für ihn gibt es zwei Gründe, warum er auch im Erwachsenenalter noch dabei ist. „Für mich gehört der Sonntagsgottesdienst einfach fest dazu. Und zum anderen wollte ich die Pfarrer und die Gemeinde nicht im Stich lassen“, sagt er. Er habe mal versucht, in den Grundschulen Werbung für die Messdiener zu machen, aber ohne besonderen Erfolg.

„Der Gottesdienst ist für mich ein Ausgleich für die Woche und den Alltag. Ich denke auch nicht wirklich ans Aufhören, vielleicht, wenn es doch mal ein wenig mehr Nachwuchs gibt und ich nicht mehr gebraucht werde. Aber zum jetzigen Zeitpunkt möchte ich auf jeden Fall weitermachen“, sagt Dominik Beul.

Zu den Messdiener-Kollegen in den Kirchdörfern ist der Kontakt nicht ganz so eng, nur zu denen mit Agathaberg. „Da waren wir vor einigen Jahren zusammen im Movie Park. Zu Thier, Wipperfeld oder Kreuzberg besteht aber kaum Kontakt“, sagt der 35-Jährige.

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