Für seine Entwicklungen in Sachen Nachhaltigkeit beim Einsatz von Kunststoffen wurde der Wipperfürther Verpackungshersteller Jokey geehrt.
Mehrweg und MaterialeinsparungFirma Jokey mit Verpackungspreis ausgezeichnet

Das Mehrweg-System ist für industrielle Abfüllprozesse und Anwendungen in der Lebensmittelindustrie wie hier für Kaffeebohnen entwickelt worden.
Copyright: Jokey
Der Wipperfürther Verpackungshersteller Jockey SE überzeugte die Jury des Deutschen Verpackungspreises, der vom Deutschen Verpackungsinstitut vergeben wird, mit gleich zwei Lösungen. Christof Kölschbach, Managing Director und Chief Sales Officer der Jokey Group, freut sich: „Die Auszeichnungen bei diesem renommierten Verpackungspreis sind für uns ein großer Erfolg und eine Anerkennung der Arbeit unserer Teams. Wir freuen uns, dass unsere konsequente Materialreduktion und unser Ansatz für industrielle Mehrwegsysteme überzeugt haben. Beide Lösungen zeigen, wie sich Nachhaltigkeit, hohe Verpackungsqualität und wirtschaftliche Prozesse miteinander verbinden lassen.“
So reduzierte Jokey das Gewicht eines Ein-Liter-Gebindes aus Eimer und Deckel auf 30 Gramm und überzeugte in der Kategorie „Nachhaltigkeit“. Die vom Unternehmen entwickelte Technologie erlaubt geringe Wandstärken, ohne die notwendige Stabilität und Funktion der Verpackung zu beeinträchtigen.
Kreislaufsystem für Eimer
Die Verpackung ist für industrielle Abfüllprozesse und Anwendungen in der Lebensmittelindustrie entwickelt worden. Die zweite Auszeichnung in der Kategorie „Logistik und Materialfluss“ erhielt ein Mehrwegkonzept, das Jokey mit der Firma Circolution entwickelt hat.
Im Mittelpunkt stehen dabei Mehrwegeimer für industrielle und gewerbliche Anwendungen. Sie werden mit einem System für Rückführung, Reinigung, Umlaufsteuerung, Tracking und Reporting verbunden. Ein mehrweggerechtes Design mit abgerundeten Kanten und Ecken erleichtert die professionelle Reinigung.
Gebinde werden getrackt
Die Circolution GmbH organisiert die Rückführung und Reinigung der Gebinde. Das digitale Tracking schafft Transparenz über Umläufe, Verfügbarkeit und Bestände. Wie sich die Lösung praktisch einsetzen lässt, zeigt ein Pilotprojekt mit der Kaffeerösterei Kaffee Braun.
Für Jokey sind die Preise Anerkennung und Ansporn. Das Unternehmen baut seine Entwicklungsarbeit derzeit weiter aus. In einem FutureLab am Standort Gummersbach bündelt Jokey künftig Kompetenzen für Forschung, Produktentwicklung und Prozessoptimierung. Dort sollen neue Lösungen entstehen, die den Wandel der Verpackungsbranche aktiv mitgestalten.
Der Deutsche Verpackungspreis wird vom Deutschen Verpackungsinstitut vergeben und ist nach eigenen Angaben die größte europäische Leistungsschau der Verpackungsbranche. Mehr als 200 Unternehmen aus 17 Ländern hatten sich beworben. Eine Fachjury zeichnete 36 Lösungen in zehn Kategorien aus.
