Die Stadt hat den Platz an Unterer und Hochstraße zum barrierefreien Park umgebaut – mit Spielschiff aus Robinienholz, Sitzplätzen und Trinkwasserspender.
Neugestaltetes Areal in InnenstadtWipperfürth eröffnet Park mit begehbarer Hansekogge

Zusammen mit Ideengebern und Umsetzern eröffnete Bürgermeisterin Anne Loth (6.v.l.) den neuen Park.
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Neuer Park an der alten Stadtmauer
Klar, die hohen Ahornbäume mit ihrem bunten Laub machen die Ellers Ecke in diesen Tagen schon für sich zum Hingucker. Richtig interessant wird es aber erst unter den Blättern: Das Plätzchen, an dem Untere und Hochstraße aufeinandertreffen, wurde komplett neu gestaltet und hat sich in einen sehenswerten Park verwandelt, auf dem ein überdimensionales Segelschiff als Blickfang thront. Am Mittwochnachmittag hat Bürgermeisterin Anne Loth das Areal um die Fragmente der alten Stadtmauer offiziell eröffnet und sie hatte auch gleich eine gute Nachricht für die Kinder im Gepäck: Am heutigen Freitag, dem letzten Ferientag, darf sich Wipperfürths Nachwuchs zum ersten Mal in der Rolle als Matrose, Steuermann oder Kapitän ausprobieren.
Details machen die Stadt liebenswert
Geplant und gebaut werde in der Hansestadt momentan an allen Ecken, sagte Loth bei der Eröffnung und benannte den Schulcampus Mühlenberg und den Surgères-Platz. Aber: „Eine Stadt lebt nicht nur von seinen großen Gebäuden und Plätzen, es sind die Details, die sie liebenswert machen.“ Wie die neue Ellers Ecke. Schon 2021 hatte die CDU-Fraktion im Stadtrat beklagt, der Platz werde stiefmütterlich behandelt, und eine Aufwertung angeregt, einen Treffpunkt für Jung und Alt mitten in der Stadt.
Die Hansekogge als Kernstück
Kernstück ist zweifellos die Hansekogge: Das Spielschiff aus wetterfestem Robinienholz ist zwar nicht schwimmfähig und fuhr – der Nähe zum Wupperufer zum Trotz – auch nie zur See, wie die Bürgermeisterin mit einem Augenzwinkern versicherte. Dafür punktet es mit sechs Meter hohem Hauptmast, Detailverliebtheit, viel Platz für die Knirpse und sogar Sprechrohren, mit denen die Brücke Kommandos in den Rumpf geben kann.
Aufenthaltsqualität für alle Generationen
Während die Kleinen die Ozeane besegeln, können es sich ihre Eltern und Großeltern auf einer Sonnenliege oder Bank gemütlich machen, hier und dort gibt es sogar Tische, zum Beispiel für ein Picknick nach der Rückkehr in den Heimathafen. Das gesamte Gelände und ausdrücklich auch das Schiff sind barrierefrei zu erreichen. „Es war uns wichtig, dass die gute Zugänglichkeit eben nicht vor dem Schiff endet“, erklärte Wipperfürths Stadtplanerin Kathrin Hartwig dazu.
Warum der Wasserlauf wegfiel
Eine schicke Beleuchtung der Wege und Wipperfürths zweiter öffentlicher Trinkwasserspender runden das Angebot ab. Wasser ist ohnehin ein gutes Stichwort: Auf den zuerst angedachten Wasserlauf hat die Stadt letztlich verzichtet – das Wasser hätte nämlich Trinkwasserqualität haben müssen und dafür wären ein permanenter Frischwasserzulauf oder eine Aufbereitungsanlage nötig gewesen. Und letztere hätte man wegen allerlei Versorgungsleitungen und dicken Baumwurzeln an der Ellers Ecke nur schwer im Boden versenken können.
Freude auch in der Kämmerei
Vermissen wird den Wasserlauf letztlich niemand. Und: Da die im städtischen Haushalt veranschlagten 250.000 Euro dadurch nicht vollständig gebraucht wurden, dürfte sogar die Kämmerei ihren Spaß an dem neuen Hingucker in der Wipperfürther Innenstadt haben. (sfl)
