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Feuer in der Alten DrahtziehereiFünf Jecke erlitten Rauchgasvergiftungen

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Die Alte Drahtzieherei in Wipperfürth.

In der Alten Drahtzieherei in Wipperfürth brach in der Nacht zu Rosenmontag ein Feuer aus.

Ein Feuer beendete die After-Zoch-Party in der Drahtzieherei, fünf Jecke mussten ins Krankenhaus. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

Für rund 200 Jecke, die bei der After-Zoch-Party in der Alten Drahtzieherei feierten, endete das jecke Treiben abrupt. Fünf Personen mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Um 1.10 Uhr löste die Brandmeldeanlage aus. Auf der Herrentoilette brannte ein Papierkorb, der unter dem Papierspender stand.

Zeuge sah kurz vor dem Feuer drei Unbekannte, die zügig die Herrentoilette verließen

Die Polizei geht von Brandstiftung aus, Unbekannte hätten den Papiermülleimer angezündet. Ein Zeuge habe drei Personen bemerkt, die zügig die Herrentoilette verließen. Kurz darauf habe es gebrannt. 

Der Veranstalter reagierte umgehend und evakuierte das Gebäude. Als der Löschzug Mitte der Freiwilligen Feuerwehr am Veranstaltungszentrum ankam, war niemand mehr im Gebäude und das Feuer gelöscht, berichtet Einsatzleiter Andŕe Blank. Er lobte das Team der Alten Drahtzieherei für die vorbildliche Arbeit. Die Evakuierung habe hervorragend geklappt, das Sicherheitskonzept funktioniert.

Mitarbeiter der Wipperfürther Drahtzieherei löschten das Feuer

Ein Trupp unter Atemschutz wurde zum Brandherd in das Untergeschoss geschickt. Nachlöscharbeiten seien aber nicht mehr erforderlich gewesen. Man habe die Decke über dem Papierkorb geöffnet und mit einer Wärmebildkamera nach eventuellen Glutnestern gesucht. Es sei aber alles in Ordnung gewesen. Die Einsatzkräfte lüfteten das Kellergeschoss und um 2.45 Uhr sei der Einsatz beendet gewesen.

Schaden im Vorraum der Toilette noch nicht zu beziffern

Für den Geschäftsführer der Alten Drahtzieherei, René Köhler, wurde es dagegen eine lange Nacht. Ein Mitarbeiter hatte bei der Löschaktion Rauchgas eingeatmet und musste ins Krankenhaus, ist mittlerweile aber wieder Zuhause. Der Vorraum der Toilette sei durch das Feuer stark beschädigt worden. Und das, wo die Toilettenanlage, die durch das Hochwasser 2021 völlig zerstört war, gerade erst wieder komplett fertiggestellt worden war. Wie hoch der Schaden sei, steht noch fest, er gehe aber davon aus, dass Spiegel, Waschtische und auch die Decke komplett ersetzt werden müssen. Ob die Feuerschutztür und Fliesen erneuert werden müssten, wisse er aktuell noch nicht, so Köhler. Er sei froh, dass alles letztlich glimpflich ausgegangen sei und das Team hervorragend reagiert habe.

Drei Verletzte meldet die Polizei rund um den Karnevalszug. Es gab einen Unfall und zwei Auseinandersetzungen, bei denen die Beteiligten leichte Blessuren davontrugen.

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