Der Wupperverband will die Region widerstandsfähiger gegen Auswirkungen des Klimawandels machen.
WupperverbandBessere Anpassung an Hitze und Hochwassergefahr soll es auch in Oberberg geben

An die Folgen der Klimaveränderung passt sich der Wupperverband durch eine flexiblere Talsperrensteuerung an.
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Längere Dürren, Rekordtemperaturen und heftige Niederschläge machen auch dem Wupperverband zu schaffen. „Um unsere Region resilienter zu machen, müssen wir an mehreren Stellen ansetzen: Planungs- und Genehmigungsverfahren müssen schneller werden, die Zusammenarbeit über kommunale Grenzen muss gestärkt werden und letztlich braucht es Förderung und personelle Ressourcen, damit die Vielzahl an Projekten umgesetzt werden kann“, so die Forderung von Wupperverbands-Vorstand Ingo Noppen.
Das Land NRW hat mit der Unterzeichnung des Landespakts Hochwasserschutz im Februar 2026 Weichen gestellt, um die Akteure stärker zu vernetzen sowie Projektumsetzung zu unterstützen und zu beschleunigen. Mit deinem „Regionalpakt Wupper“ soll wird dieser Gedanke nun im Wuppergebiet konkretisiert werden. Er wird mit allen Beteiligten im Flusseinzugsgebiet der Wupper über kommunale Grenzen hinweg zusammen in diesem Jahr entwickelt, formuliert und soll mit Leben gefüllt und umgesetzt werden.
Optimierung von Hochwasserrückhaltebecken
Ein weiteres Thema des Wupperverbands sind die Optimierung und der Neubau von Hochwasserrückhaltebecken an Nebengewässern der Wupper. Diese puffern bei starkem Regen einen Teil des Wassers und senken so den Pegelstand im Bach. Auch der „grüne Hochwasserschutz“ ist eine wichtige Säule. Aufweitungen und Retentionsflächen in der Aue helfen, den Wasserstand zu senken. Das Gewässer hat bei Regen dann mehr Raum. Im Sommer wird der Gewässerbetrieb des Wupperverbands die Wipper im Bereich Wipperfürth-Egerpohl unterhalb des gleichnamigen Pegels sowie im Bereich Böswipper aufweiten.
An die Folgen der Klimaveränderung passt sich der Wupperverband durch eine flexiblere Talsperrensteuerung an. Die Strategie besteht darin, einerseits auch im Sommerhalbjahr Puffer in den Talsperren am Oberlauf der Wupper und der Großen Dhünn-Talsperre freizuhalten. Andererseits bedeutet weniger Wasservorrat in den Talsperren im Sommer auch, dass im Bedarfsfall die Mindestwasserführung der Wupper und Dhünn maßvoll reduziert werden muss. Somit kann – wenn es nicht ausreichend regnet - der vorhandene Wasservorrat in den Talsperren geschont werden und länger dazu beitragen, das Ökosystem Wupper und Dhünn in Trockenphasen zu unterstützen. (r)
