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Das Duo MeinschuZwei Gitarren und eine Mission in Gummersbach

3 min
Meinschu: Guido Schuster (li.), Oliver Meinholdf (re.)

Meinold (r.) und Schuster.

Guido Schuster und Oliver Meinhold feiern 18 Jahre als Duo Meinschu mit einem Konzert und der Band Ladybug Lounge in der Halle 32

Volljährig zu werden, ist eine große Sache. Das findet auch das Akustik-Gitarrenduo Meinschu, das am morgigen Samstag sein 18-jähriges Bestehen mit einem Konzert in der Gummersbacher Halle 32 feiert. Mit am Start ist dann die Band Ladybug Lounge, die allein, aber auch gemeinsam mit Meinschu auf der Bühne stehen wird.

Vom Abschied eines Kollegen zum festen Duo

Guido Schuster und Oliver Meinhold alias Meinschu sind schon lange Kollegen und inzwischen enge Freunde geworden. Oliver Meinhold ist Gesamtleiter der „Bilden. Wirken. Oberberg. GmbH" (BWO), beschäftigt also Menschen mit und ohne Behinderung und leitet die Werkstatt am Standort Faulmert, Guido Schuster ist Abteilungsleiter der Heilpädagogischen Arbeitsgruppen der BWO in Lichtenberg. Und beide machen gern Musik. Als Mitarbeiter der BWO wurden sie vor rund 18 Jahren gebeten, den Abschied eines Kollegen musikalisch zu begleiten.

Das klappte derart gut, dass aus den beiden Gitarristen das Duo Meinschu wurde. Erste Auftritte, zum Beispiel in der Waldbröler Klus, die aus allen Nähten platzte, als die beiden spielten, zeigten, dass ihre Coversongs mit ganz eigenem Charakter dem Publikum bestens gefielen. Damals, so blicken die beiden im Bierenbachtaler Proberaum zurück, wurden noch kleine Plakate auf Papier gedruckt und als Werbung für die Konzerte verteilt. Heute funktioniert das alles über Social Media.

Unterschiedliche Wurzeln, blindes Verständnis

Nicht geändert hat sich, dass Guido Schuster und Oliver Meinhold sich blind verstehen, sei es auf der Bühne oder bei den Proben. Oliver Meinhold sagt: „Wir konnten uns mit unseren unterschiedlichen musikalischen Wurzeln immer stehen lassen. Und haben festgestellt, dass sich das auch gut ergänzt.“ Während Oliver Meinhold privat eher härtere Musik hört, mag Guido Schuster Singer-Songwriter. Bei der Auswahl der Stücke für Meinschu achten sie darauf, dass sich der Song mit zwei Gitarren gut umsetzen lässt, dabei aber nichts von seiner Atmosphäre verliert.

Klare Haltung für Toleranz und Vielfalt

Sich politisch zu positionieren, ist den Musikern bei ihren Auftritten wichtig – egal ob vor großem oder kleinerem Publikum. Ausgrenzung, Extremismus jedweder Form oder Rassismus habe bei ihren Konzerten keine Chance, sagen die Musiker. „Kunst in all ihren Facetten war immer schon politisch, und auch wir setzen uns ganz klar für Toleranz und Vielfalt ein“, betont Oliver Meinhold. Guido Schuster ergänzt: „Wir würden uns wünschen, dass die Menschen wieder miteinander ins Gespräch kommen, über ihre unterschiedlichen Positionen diskutieren, statt sich gleich anzufeinden.“ Aus diesem Grund gehört „Schrei nach Liebe“ der Ärzte seit Langem ins Repertoire und wird natürlich in der Halle 32 zu hören sein.

Dankbarkeit und Familienbande

Oliver Meinhold und Guido Schuster betonen, dass sie mit ganz viel Dankbarkeit auf die vergangenen 18 Jahre schauen. So sagt Oliver Meinhold: „Seit der Corona-Pandemie wissen wir, dass nichts auf der Welt selbstverständlich ist. Darum müssen wir Feste feiern, wie sie fallen.“ Dass Ladybug Lounge mitfeiert, hat auch familiäre Hintergründe. Marvin, Schlagzeuger der Band, ist Meinholds Sohn. Außerdem teilen sich Meinschu den Proberaum mit Ladybug Lounge.

Termin und Karten

Das Konzert am Samstag, 17. Oktober, in der Halle 32, beginnt um 20 Uhr. Karten kosten an der Abendkasse 20 Euro, im Vorverkauf 15 Euro bei Aggerticket, (02261) 3003-888. (kpo)