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Online-Infomesse informierte zum StandSinnhaftigkeit der Rheinspange bezweifelt

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Rheinspange

Der Rhein bei Wesseling, links der Godorfer Hafen – hier soll der Fluss gequert werden.

Köln – Rund 12 000 Interessierte haben nach Angaben des Landesbetriebs Straßen.NRW die jetzt zu Ende gegangene Online-Infomesse zur Rheinspange 553 besucht. Insbesondere seien die Internetseiten zu den neun einzelnen Varianten für die neue Rheinquerung, die vertieft untersucht werden, aufgerufen worden, teilte ein Sprecher mit. Mehr als 500 Fragen zu den verschiedensten Aspekten der Planung seien gestellt und in den vergangenen Tagen zum Großteil auch schon beantwortet worden.

In den nächsten Tagen sollen die fehlenden Antworten noch ergänzt werden. Viele Fragen gab es zu einzelnen Aspekten der Varianten, auch der Sinn des Projekts an sich wurde oft hinterfragt. „Wir haben einen klaren gesetzlichen Planungsauftrag des Bundes, dem wir nachkommen. Der Bedarf ist durch den Bundesverkehrswegeplan 2030 festgestellt und auch unsere Verkehrsuntersuchung zeigt, dass die Rheinspange im Vergleich zum Bezugsfall im Jahr 2030 einen deutlichen Nutzen hat“, beantwortet Projektleiter Rüdiger Däumer die häufig gestellte Frage nach einer sogenannten Nulllösung, bei der auf die Rheinspange verzichtet werden soll.

Die neue Autobahnquerspange (A553) zwischen der A59 und der A555 mit einer Rheinquerung zwischen Köln und Bonn ist in den „vordringlichen Bedarf“ eingestuft. Wo die A553 künftig genau verlaufen und wie die neue Querung des Rheins konkret aussehen könnte, ist bisher noch offen und soll unter breiter öffentlicher Beteiligung erarbeitet werden. Die anstehenden vertiefenden Untersuchungen der neun Varianten sollen voraussichtlich bis zum Frühjahr 2021 zur sogenannten Vorzugsvariante für die Rheinspange 553 führen. Ab 1. Januar werden die Planungen von der Autobahn GmbH des Bundes weitergeführt. Das Material der Online-Infomesse bleibt dauerhaft auf der Projektwebsite www.rheinspange.nrw.de verfügbar. (kmü)