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Begehrter UnternehmensstandortRhein-Berg schneidet bei IHK-Umfrage am besten ab

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Die gute Anbindung an die Autobahn loben Unternehmen in Rhein-Berg. Hier Overaths Gewerbegebiete an der A 4.

Rhein-Berg – Die Vor- und Nachteile des aktuellen Unternehmensstandortes hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Köln bei Firmen in der gesamten Region abgefragt. Bei dieser Umfrage unter kleinen und mittleren Betrieben hat der Rheinisch-Bergische Kreis mit der Note 2,5 am besten abgeschnitten, teilt die IHK zum Umfrageergebnis mit.

Die Durchschnittsnote unter allen Kreisen und Städten des IHK-Bezirks ergab 2,6. Damit sei das Ergebnis des Jahres 2018 bestätigt worden. Es sind die Antworten von insgesamt 509 Unternehmen mit jeweils weniger als 250 Beschäftigten ausgewertet worden.

Das schlechteste Ergebnis bei der Befragung erhielt der Standort Leverkusen mit der Note 2,9. Im Mittelfeld liegen nach Angaben der IHK der Rhein-Erft-Kreis mit 2,6 sowie die Stadt Köln und der Oberbergische Kreis mit 2,7.

Besonders gute Erreichbarkeit der Absatzmärkte

„Die Qualität des Standorts oder einzelner Standortfaktoren wirken sich bei kleinen und mittleren Unternehmen ganz unmittelbar auf ihre Erfolgschancen aus. Um mögliche Schwachstellen und Erfolgsfaktoren des Standorts zu identifizieren, befragen wir die Betriebe deshalb regelmäßig zu den Bedingungen vor Ort“, erklärt Ulf Reichardt, Hauptgeschäftsführer der IHK Köln.

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Die höchste Zufriedenheit im Rheinisch-Bergischen Kreis herrscht bei der Erreichbarkeit der Absatzmärkte und Kunden mit 88,9 Prozent der befragten Firmen. Bei der Nähe zu Zulieferern und Kooperationspartnern sind es 86,2 Prozent, bei der Erreichbarkeit über Bundes- und Landesstraßen sowie Autobahnen sind 83,6 Prozent zufrieden.

Handlungsbedarf beim Zustand der Straßen

Es gibt allerdings auch Standortfaktoren, die den Betrieben in Rhein-Berg Sorgen machen. So sind laut IHK nur drei von zehn befragten Unternehmen mit der Qualifikation von Auszubildenden (29,1 Prozent) sowie deren Verfügbarkeit (29,8 Prozent) zufrieden. Gerade mal 32,8 Prozent der Unternehmen sind mit der Höhe der Gewerbesteuer zufrieden, nur 33,3 Prozent mit dem Angebot an Gewerbeflächen. Auch die Infrastruktur der Telekommunikation mit dem Angebot an Breitband könnte besser sein – nur 43,1 Prozent der Befragten sind zufrieden.

Bei diesem Faktor ergibt sich nach Angaben der Kammer aus Sicht der Unternehmen der größte Handlungsbedarf. Hier klafft das Verhältnis von Standortwichtigkeit (89,9 Prozent) und Zufriedenheit (43,1 Prozent) am deutlichsten auseinander. Positiv bewerten die befragten Betriebe der gesamten Region auch die Nähe zu Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Ebenso werden das Schul- und Weiterbildungsangebot und die Attraktivität des Standorts für Arbeitskräfte von außerhalb als Stärken gesehen. Handlungsbedarf sehen die Unternehmen vor allem beim Zustand der kommunalen Straßen.