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Aufholen nach CoronaAngebot am Naturfreundehaus in Gladbach richtet sich an Kinder

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Erlebnispädagoge Benjamin Stapf und Nicole Mrziglod von der Stadt Bergisch Gladbach stehen für das Kinder- und Jugendförderprogramm „Aufholen nach Corona“. 

Bergisch Gladbach – Einfach mal spielen in der Natur, dem Waldkauz lauschen oder unter fachkundiger Anleitung mit dem Schnitzmesser aus einem Stück Holz kleine Kunstwerke herausholen. „Das Naturerlebnis im Wald kann so befreiend sein – und heilsam“, sagt Natur- und Erlebnispädagoge Benjamin Stapf und hat damit auch all diejenigen Kinder und Jugendlichen im Blick, die von den Einschränkungen der Corona-Pandemie hart getroffen wurden.

Manche Familien sind durch Corona an ihre Grenzen gekommen

„Vielen fehlte es einfach, ihren Bewegungsdrang auszuleben, aber auch der soziale Kontakt“, weiß der Pädagoge. Er kennt die Folgen: Es fällt schwerer sich zu konzentrieren, die Frustrationsgrenze ist gesunken und die Koordination von Bewegungsabläufen hat gelitten.

„Manche Familien sind durch Homeschooling, Homeoffice und Lockdowns echt an ihre Grenzen gekommen“, sagt Stapf und bietet mit Unterstützung der Stadt und des landesweiten Förderprogramms „Aufholen nach Corona“ ab dem kommenden Freitag Projekttage an, die Erlebnisräume schaffen und neue Perspektiven bieten sollen.

Wöchentliche Treffen am Freitag

Jeweils freitags treffen sich die Kinder und Jugendlichen, für zwei bis vier Stunden am Naturfreundehaus Hardt, um von dort gemeinsame Abenteuer zu erleben. „Der Bewegungsdrang kann endlich wieder ausgelebt werden“, sagt Benjamin Stapf, „und das stärkt auch das soziale Miteinander.“

„Wir wollen möglichst viele junge Menschen erreichen“, sagt Nicole Mrziglod von der Stadt Bergisch Gladbach, die bereits 53 Angebote im Rahmen von „Aufholen nach Corona“ mit Projektpartnern realisiert hat.

Stadt unterstützt auch weitere Projekte noch bis Ende des Jahres

„Das Projekt hat zwei Fördersäulen: das Aufstocken von Stellen in der Jugendsozialarbeit und solche Projekte“, erläutert Mrziglod. „Auch das hier ist ein Sozialraum“, sagt die städtische Integrationsbeauftragte, schaut vom Bauwagen des Naturfreundehauses Hardt über die Wiesen zum Wald und weist darauf hin, dass bis Ende des Jahres auch andere Träger noch Angebote im Rahmen von „Aufholen nach Corona“ gefördert bekommen können.

Weitere Angebote bis Jahresende machbar

„Aufholen nach Corona“ wendet sich noch bis Ende des Jahres als Förderprogramm vor allem an Träger der freien und öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe, die auf dem Gebiet der Stadt Bergisch Gladbach tätig sind. Die Maßnahme ist auf Kinder und Jugendliche bis einschließlich 26 Jahren zugeschnitten und soll Benachteiligungen ausgleichen, die in der Corona-Zeit entstanden sind.

Ein Merkblatt sowie ein Musterantrag können auf der Internetseite der Stadt heruntergeladen werden.

Die Förderprogramme können in den Bereichen politische Bildung und Partizipation, Sexualpädagogik und Prävention, Freizeit, Sport und Kultur, Bildung und Sprache durchgeführt werden. Voraussetzung ist pädagogisches Fachpersonal oder Personal mit entsprechenden Qualifikationen.

Weitere Infos per E-Mail bei Nicole Mrziglod, oder per Telefon (0 22 02) 14-23 29.

Auch Benjamin Stapf hat mit den am Freitag beginnenden Projekttage-Angebot bereits die zweite Auflage in diesem Jahr realisiert – und den Erfolg gesehen. „Was schon Angebote wie ein Flaggenklau-Spiel auf der Wiese alles bewirken kann . . .“, sagt Stapf. „Das muss man einfach erleben.“

Das neue erlebnispädagogische Angebot am Naturfreundehaus Hardt im Zuge von „Aufholen nach Corona“ findet ab kommenden Freitag, 23. September, jeweils freitags von 16.30 Uhr bis 18.30 Uhr statt. Am 30. September und 16. Dezember dauert die Einheit jeweils von 16.30 Uhr bis 20.30 Uhr. Weitere Infos und Anmeldung auf der Internetseite von Haus Hardt.