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Keine VerletztenZwei Verfolgungsjagden halten Polizei in Atem

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Der Opel Astra des 28-jährigen Overathers wurde durch den Bordstein auf die Seite geworfen.

Bergisch-Gladbach – Am Montag (14.11.) fiel Zivilbeamten in Schildgen gegen 13.45 Uhr ein schwarzer VW Lupo mit Koblenzer Nummernschild auf. Nach einer kurzen Verfolgungsjagd konnte der PKW später in Leverkusen aufgefunden werden.

Die Fahnder gaben dem Fahrer des Kleinwagens bereits im Bereich der Altenberger-Dom-Straße und der Leverkusener Straße Anhaltezeichen, später auch mit Blaulicht. Als er die Polizei als solche erkannte, trat der Fahrzeugführer aufs Gaspedal. Im Bereich Starenweg überholte der VW so riskant, dass der Gegenverkehr mehrfach abbremsen und ausweichen musste.

Im weiteren Verlauf durch das Wohngebiet Am Scherfenbrand in Leverkusen-Schlebusch war der Kleinwagen bei erlaubten 10 km/h deutlich zu schnell unterwegs. Der Fahrer beschleunigte sein Fahrzeug stetig weiter und seine Fahrmanöver wurden immer riskanter. Im Bereich Am Scherfenbrand und der Mühlheimer Straße verloren die Zivilbeamten den Sichtkontakt.

Fluchtwagen auf unbefestigtem Parkplatz gefunden

Nur wenige Minuten danach wurde der gesuchte Lupo gegen 14.20 Uhr auf dem unbefestigten Parkplatz an der Morsbroicher Straße in Leverkusen aufgefunden. Die Kennzeichen aus Koblenz waren gestohlen. Im Inneren des Fahrzeugs konnten weitere gestohlene Nummernschilder gefunden werden. Außerdem konnten ein Mountainbike aus dem Kofferraum des Fahrzeugs, Pfefferspray, ein Elektroschocker und schwarze Handschuhe auf dem Sitz sichergestellt werden.

Das Fahrzeug selbst war seit Mitte Oktober abgemeldet worden. Außerdem wies der Wagen mehrere frische Unfallschäden auf, die eventuell während der Flucht entstanden sind. Bekannt ist, dass zwei Fahrradfahrer und ein Fußgänger massiv gefährdet wurden. Der Fußggänger konnte sich lediglich durch einen Hechtsprung zur Seite retten.

Die Polizei bittet namentlich nicht bekannte Personen, die durch die Fahrweise des schwarzen VW Lupos gefährdet oder geschädigt wurden, sich mit der Polizei RheinBerg in Verbindung zu setzen. Zudem sucht die Polizei Hinweise zu dem Fahrzeug und seinem Fahrer unter der Telefonnummer 02202/205-0.

Zweite Verfolgungsjagd endet an Straßenlaterne

Am späten Nachmittag des selben Tages musste sich die Polizei in Bergisch Gladbach eine weitere Verfolgungsjagd liefern. Die Flucht endete für den 28-jährigen Fahrer aus Overath in Herkenrath. Dabei kippte sein Opel Astra auf die Seite.

Der Astra fiel gegen 16.30 Uhr Zivilbeamten in Overath-Heiligenhaus auf. Die Fahnder wollten den Wagen stoppen und gaben Anhaltezeichen. Diese ignorierte der Fahrer jedoch und beschleunigte stattdessen. Auch der Einsatz von Blaulicht und Martinshorn konnte den 28-Jährigen nicht zum Anhalten bewegen.

Von der Hohkeppeler Straße bog er nach links in Richtung Brodhausen ab. Bei der stark abschüssigen und kurvenreichen Strecke kam es zu einem leichten Unfall mit einem entgegenkommenden BMW. Der dabei entstandene Sachschaden beträgt circa 3000 Euro, der Fahrer des Fluchtautos hielt jedoch noch immer nicht an.

Bordstein wird Fluchtfahrer zum Verhängnis

In Immekeppel ging es rechts in Richtung Lindlar weiter. Der weitere Fluchtweg führte über Obersteeg und Klefhaus ins Dürschtal. Von dort aus fuhr der 28-Jährige wieder bergauf nach Bärbroich und weiter bis nach Bergisch-Gladbach-Herkenrath. Zum Verhängnis wurde dem Astra-Fahrer ein Bordstein auf dem Asselborner Weg. In einer Linkskurve kippte der Wagen so zur Seite und prallte vor eine Laterne. Nur durch Zufall blieben der Fahrer und seine beiden Begleiter – eine 23-jährige Frau und ein 31-jähriger Mann – unverletzt.

Nachdem die Beamten den Fahrer zur Tat befragt hatten, wurde schnell deutlich, warum er nicht angehalten hatte. Ein Alkoholtest ergab zwar nur 0,4 Promille, eigenen Angaben zufolge soll der Mann jedoch Drogen konsumiert haben. Außerdem war der Astra nicht zugelassen und die Kennzeichen waren gefälscht. Eine gültige Fahrerlaubnis hatte der 28-jährige Overather ebenfalls nicht.

Der Beschuldigte durfte nach der Entnahme zweier Blutproben den Heimweg zu Fuß antreten. Auf ihn wartet jetzt ein umfangreiches Strafverfahren. (jon)