Engagiert für Stadt und GeschichteBergisch Gladbacher Brauchtumspfleger stirbt nach Sturz

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Ein älterer Mann schaut in die Kamera.

Bergisch Gladbachs langjähriger stellvertretender Bürgermeister Karl Hubert Hagen starb am Samstag, 9. September.

Trauer um Bergisch Gladbachs langjährigen stellvertretenden Bürgermeister Karl Hubert Hagen. Am Samstag starb er im Alter von 87 Jahren.

Ob Kunstwerke im Stadtbild, der Erhalt historische Gräber oder Brauchtumsfeste in seine Heimatstadt – das Herz von Karl Hubert Hagen schlug für Bergisch Gladbach und ganz besonders seinen Heimatstadtteil Rommerscheid. Am Samstag hat es aufgehört zu schlagen. Im Alter von 87 Jahren ist der langjährige Erste stellvertretende Bürgermeister, Vorsitzende des Heimatvereins, engagierter Sänger und Landwirt nach einem Sturz verstorben.

Landwirtssohne mit Herz für den eigenen Ort und die Stadt

Als Sohn eines Landwirts wuchs der 1936 in Bergisch Gladbach geborene Karl Hubert Hagen auf dem Irlenfelder Hof in Rommerscheid auf, hat nach der Schule bei seinem Vater eine landwirtschaftliche Ausbildung absolviert und den Hof später mit seiner Frau Ottilie übernommen.

Früh engagierte er sich auch im Bürgerverein seines Ortes Rommerscheid, war seit 1952 Mitglied im örtlichen Männergesangverein, von 1980 bis 1998 dessen Vorsitzender. Durch Mitgliederwerbung sorgte er für neues Leben und trug mit dazu bei, dass der Chor heute außergewöhnlich modern und jung aufgestellt ist.

Sein Bauernhof war oft Schauplatz großer Veranstaltungen

Ab 1975 war Hagen im Vorstand des Bürgervereins aktiv, ab 1982 dessen Vorsitzender. Als solcher organisierte er Brauchtumsfeste, Wanderungen und Betriebsbesichtigungen. Sein Bauernhof war oft Schauplatz großer Veranstaltungen.

Nicht zuletzt Karl Hubert Hagen ist es zu verdanken, dass Rommerscheid bei Dorf-Verschönerungswettbewerben Silber- und Bronzemedaillen errang.

Auch im Verschönerungsverein Bergisch Gladbach engagierte er sich und war ab 2009 bis zuletzt dessen Vorsitzender. Er initiierte Sanierungs- und Gestaltungsprojekte wie die Schaffung von Kranich-Skulpturen, die zunächst im neuen Buchmühlenpark aufgestellt, dort gestohlen, dann noch einmal geschaffen und neben dem Rathaus platziert wurden.

Jüngst erst brachte Karl Hubert eine erneute Versetzung und bessere Präsentation des Marktbrunnens am Park der Villa Zanders mit auf den Weg. Ein Projekt, dessen Realisierung er nun nicht mehr erleben wird.

Karl Hubert Hagen war stellvertretender Bürgermeister

Jüngst erst sprach er beim Sommerfest der CDU, der er seit jungen Jahren angehörte, von dem, was es alles noch zu tun gebe in seiner Heimatstadt, deren Stadtrat er von 1984 bis 2009 für die CDU angehörte. Von 1999 bis 2009 war Hagen Erster stellvertretender Bürgermeister der Kreisstadt.

Hagen habe sich vor allem in der Kommunalpolitik derart für die Belange seiner Mitmenschen engagiert, dass man ihm gehörigen Dank schulde, sagte Landrat Rolf Menzel 2010 bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Hagen. Mit der Goldenen Ehrennadel seiner Heimatstadt war Hagen, der auch in der Kreisbauernschaft und in der Forstbetriebsgemeinschaft Odenthal/Bergisch Gladbach zu den eifrigsten Mitstreitern gehörte, schon zuvor ausgezeichnet worden.

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