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Brexit-Auswirkungen auf Firma Krüger„Lieferumfang nach Großbritannien beträchtlich“

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Marc Krüger über die Situation seiner Werke in Polen, die steigenden Rohstoffpreise und den eingestellten Handel mit Russland

Bergisch Gladbach – Bereits im Juli 2017 hat die Firma Krüger ihre Notfallpläne für den Brexit durchgeplant. „Wir warten seitdem, was genau passiert“, erklärt Marc Krüger, Chef der Krüger-Gruppe.

Da man keinen eigenen Produktionsstandort in Großbritannien habe, gehe es um die Bewältigung von logistischen Problemen. „Unsere Lastkraftwagen werden dann mit den anderen zusammen in der Schlange vor der Zollabfertigung stehen“, sagte er. Für die Kunden in Großbritannien werde es dann definitiv teurer. Das ließe sich bei der Einführung der Binnengrenze gar nicht vermeiden. Kleinere, lokale Unternehmen könnten vielleicht profitieren, aber insgesamt werde es zu Preissteigerungen kommen. Bestimmte internationale Unternehmen würden nach seiner Information bereits die Lagerbestände in Großbritannien erhöhen. „Das ist für uns kein Thema“, so Krüger.

„Lieferumfang nach Großbritannien ist beträchtlich“

Ohne das genaue Volumen des Handels mit Großbritannien zu beziffern sagte der Firmenchef: „Der Lieferumfang nach Großbritannien ist beträchtlich.“ Und vor kurzem hat die Krüger-Gruppe auch eine englische Marke gekauft. „Da wir aber nicht in Großbritannien produzieren, also nur den Namen gekauft haben, haben wir damit auch keine besonderen Probleme.“ Persönlich findet Krüger die Entwicklung auf der Insel „erschreckend“, als Geschäftsmann müsse er für die unterschiedlichsten Szenarien gerüstet sein. 

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Was das im Extremfall bedeuten könne, zeigten Vorbereitungen beim Discounter Lidl. Dort gebe es bereits schon Stellenausschreibungen für sieben neue Mitarbeiter, die sich in Zukunft mit dem Import der Ware und den Zollbestimmungen beschäftigen sollen. „So weit sind wir bei uns noch nicht. Wir warten ab, haben aber unsere Pläne.“

Laut Industrie- und Handelskammer zu Köln (IHK) gibt es in der gesamten Region 231 britische Firmen. 43,5 Prozent der exportierenden Unternehmen seien auch in Großbritannien aktiv. Genaue Zahlen ausschließlich für den Rheinisch-Bergischen Kreis gibt es nicht.