Das Gastronomenpaar Holtschneider ist bei Gladbacher Firmen unterwegs. Ihre Tochter ist als Werksstudentin dabei.
GastronomieDieser Familienbetrieb ist fürstlich und auf Rädern unterwegs

Der Name "Fürst Würstel" geht auf ein KI-Bild vom Hund der Holtschneiders zurück, der auch auf dem Truck zu sehen ist.
Copyright: Klaus Pehle
Wenn sich die Familie Britta, Marie und Ludger Holtschneider freitagmorgens gemeinsam auf den Weg macht, ist das kein Familienausflug. Es ist Job und es geht zur Firma RA Micro in Refrath. Vor dem Bürogebäude des Softwarespezialisten für Rechtsanwälte wird der Foodtruck „Fürst Würstel“ jeden Freitag geparkt, die drei bauen Tische und Bänke auf und beginnen, das Essen vorzubereiten.
Ab 12 Uhr kommen die ersten Kundinnen und Kunden zum Truck und bestellen. Angestellter Waldemar Fast wählt eine frische Grillwurst mit Käse und Chili. „Das ist eine schöne Bereicherung für uns, weil wir dann nicht irgendwo hinfahren müssen.“ Eine Kantine gibt es bei RA Micro nicht und die Auswahl beim „Fürst Würstel“ ist groß und wird auf den individuellen Bedarf in den einzelnen Unternehmen abgestimmt. Das Angebot reicht von klassischer Currywurst mit Pommes über ausgefallene Signature-Würste in der Brioche bis hin zu Burgern, Steak oder Lachs. Sogar Spezialitäten wie ein Trüffel-Hotdog mit Champagner oder ein Iberico-Burger ergänzen auf Wunsch die Speisekarte. Auch Vegetarier und Veganer kommen auf ihre Kosten: Neben veganer Bratwurst gehören regelmäßig frische Salate oder vegane Pastagerichte dazu. „Alle Speisen werden direkt hier frisch zubereitet“, verspricht Ludger Holtschneider.

Gemeinsam betreiben Britta, Ludger und Marie Holtschneider den „Fürst Würstl“-Foodtruck.
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Erst seit fünf Wochen sind die Holtschneiders mit dem schwarz lackierten Foodtruck unterwegs. Dienstags sind sie bei Miltenyi Biotec im Technologiepark in Moitzfeld, mittwochs bei der Firma Deussen in Köln-Porz und freitags eben in Refrath. In der Ferienzeit sind es weniger Kunden als sonst. „Bei Miltenyi haben wir sonst zwischen 80 und 100 Kunden“, so Holtschneider. „Jetzt sind es nur noch 40.“ Zusätzlich gibt es erste Buchungen für private Feiern, Hochzeiten und Firmenevents.
Auch auf dem Schlemmermarkt in Bensberg sowie beim Refrather Weinfest wird der Foodtruck mit dem seltsamen Namen dabei sein. Der Name „Fürst Würstel“ geht auf ein von Ludger Holtschneider erstelltes KI-Bild zurück, dass seinen Hund in barocker Fürstenkluft vor dem Bensberger Schloss zeigt. „In Anlehnung an den Kurfürsten Jan Wellem haben wir den Truck dann Fürst Würstel genannt. Eigentlich ist das unser Hund Milo.“
Seit zehn Jahren betreiben Britta und Ludger Holtschneider unweit des Schlosses auf der Wipperfürther Straße das Restaurant „Lu’s Box“. Britta ist für das Organisatorische zuständig, Ludger für die Speisen. Beim „Fürst Würstel“ ist jetzt auch die 21-jährige Tochter Marie mit dabei. Die BWL-Studentin arbeitet hier als Werksstudentin. „Die wächst jetzt hier rein“, erklärt der Vater, der sich vorstellen kann, dass sie in ein, zwei Jahren den Foodtruck übernimmt.
