Das Schulprojekt wird die Planer vor Herausforderungen stellen. In einem ersten Schritt müssen mögliche Nutzungsflächen gesichtet werden.
Gravierende VeränderungenPlaner prüfen Flächen für den Neubau der Integrierten Gesamtschule in Paffrath

Die Integrierte Gesamtschule in Paffrath steht vor gravierenden Veränderungen.
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Fest steht bereits seit vergangenem Jahr: Das Gebäude der Integrierten Gesamtschule in Paffrath ist marode und muss abgebrochen werden. Westlich der bestehenden Gebäude soll ein Neubau entstehen, die alte Schule als Interim genutzt werden.
„Wir müssen uns alle Nutzungsflächen anschauen“, berichtete jetzt Geschäftsbereichsleiterin Alexandra Meuthen im Fachausschuss. Es sei wie in Lupenbild, das die unterschiedlichen Flächen darstelle. Zu Nachfragen der Politiker zum Stand der Dinge sagte Meuthen: „Es gibt noch gar keine Planung.“
Einen Zeitplan gibt es bisher nicht
Die Stadt müsse sich in den allerersten Planungsschritten anschauen, welche Bedarfe es an der Schule gebe und wie sie gedeckt werden könnten. „Wir sind noch sehr weit von den Planungen entfernt“, erläuterte sie. Die Schulleitung werde aktiv einbezogen, auch bewusst schon in dieser frühen Phase. Es sei aber noch nicht möglich, konkrete Aussagen zum Umfeld des Gesamtschulgeländes zu treffen. Meuthen erläuterte, dass es vor allem um die Länge der Wege gehe, die die Schülerinnen und Schüler zurücklegen müssten. In den beigelieferten Dokumenten führt die Verwaltung aus, dass es „aufwendige Maßnahmen“ werde geben müsse, um für die Schulgesellschaft ausreichend Flächen bereit zu stellen. Nachfragen der Politiker drehten sich um die möglichen Flächen. Aus CDU-Reihen wurde auf die Parkplätze am benachbarten Kombibad hingewiesen und auch auf das Gelände der kürzlich eingerichteten Unterkunft für Geflüchtete auf dem ehemaligen Wohnmobil-Stellplatz. Dies sei zum jetzigen Zeitpunkt noch deutlich zu früh, sagte die Planerin, konkrete Antworten könne es in dieser frühesten Planungsphase nicht geben.
Christian Buchen von der CDU-Fraktion fragte nach einem Zeitplan, der den Planungen zugrunde liege. Aber auch diese Frage könne derzeit noch nicht beantwortet werden, sagte Meuthen. Andreas Ebert, für die SPD-Fraktion im Schulausschuss, hakte zur Situation der Schulgemeinschaft nach und zur Frage der künftigen Baufelder für das neue Schulgebäude. Von engen Abstimmungen mit der Schulleitung berichtete Meuthen. Konkrete Entscheidungen gebe es innerhalb der Verwaltung jedoch noch nicht.
Beim Bau muss eine Ferngasleitung beachtet werden
In den Ausführungen der Verwaltung wird auf die vorhandene Ferngasleitung hingewiesen, die beim Bauen beachtet werden müsse. Auch verschiedene Kanäle und der Mutzbach flössen über das Gelände und bereiteten planerische Herausforderungen.
Die Kosten der Bachverlegung schätzt die Stadt auf fünf Millionen Euro brutto, des nördlichen Regenwasserkanals auf zwei Millionen und des südlichen Regenwassersystems auf 6,5 Millionen Euro. Die Umsetzung dieser Maßnahmen, inklusive Planung, benötigten einen Zeitraum von vier Jahren. Ob dies parallel zum Schulneubau erfolgen könne, müsse weiter geprüft werden.
Für die Planung ist auch eine Kubaturstudie vorgesehen
Bevor irgendwann ein Neubau entsteht, sind von den Planungen also sehr viele Hürden zu meistern. Das Schulprojekt, dies lässt sich bereits absehen, wird die Planer vor große Herausforderungen stellen.
Nach einer Flächenentscheidung stehe, so Alexandra Meuthen, eine „Kubaturstudie“ an. Damit werde ermittelt, wie sich neue Schulgebäude in die Bauflächen einfügen könnten. Dies seien die nächsten Schritte im Projekt.

