- Die CDU bringt ein neue Gewerbegebiet für Bergisch Gladbach ins Spiel.
- Dabei geht es weniger um Machbarkeit als um Akzeptanz in der Bevölkerung.
- Ein Kommentar.
Bergisch Gladbach – Wenn Flächen, insbesondere Gewerbeflächen, entwickelt werden sollen, gibt es die üblichen Schwierigkeiten. Das sind Topographie und Erschließung. Die CDU hat recht, dass es heute technisch für fast alles eine Lösung gibt.
Da wird zu rechnen sein, ob sich das Gewerbegebiet Obereschbach II lohnt. Schön terrassierte Flächen, mit aufwendiger Kanalisation zum Quadratmeterpreis von 200 Euro machen keinen Sinn. Es wird keine Käufer geben.
Es geht um Umweltschutz und Akzeptanz
Aber vorausgesetzt, die Wirtschaftlichkeit ist gegeben, gibt es mindestens zwei weitere Kriterien: Der Umweltschutz und die Akzeptanz in der Bevölkerung.
Zuerst der Umweltschutz: In schützenswerte Gebiete werden keine Gewerbegebiete gebaut. Auch das wird für Obereschbach II zu prüfen sein. Und eventuell gibt es von dort ein klares Nein - das war es dann.
Widerstand der Gladbacher Anrainer ist zu erwarten
Der zweite Punkt ist die Akzeptanz des Standortes in der Bevölkerung - vor allem bei den Anrainern. Der Widerstand gegen ein neues Gewerbegebiet bei Anrainern ist praktisch ein Naturgesetz.
Von der Luft aus gesehen, gibt es im ganzen Gladbacher Stadtgebiet kein mögliches Gewerbegebiet an der Autobahn mit weniger direkten Anrainern. Die werden sich natürlich mit allem was sie haben, gegen die CDU-Pläne stemmen. Auch Obereschbach II wird letztlich keine Frage der technischen Machbarkeit, sondern des politischen Willens sein.
