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Massive AngriffeKrieg zwingt Butscha zur Absage des Stadtfest-Besuchs in Bergisch Gladbach

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Butschas Bürgermeister Anatolii Fedoruk nach einem Angriff auf seine Stadt vor einem der zerstörten Häuser, dessen Bewohner sich nur in einem provisorischen Luftschutzraum retten konnte.

Butschas Bürgermeister Anatolii Fedoruk nach einem Angriff auf seine Stadt vor einem der zerstörten Häuser, dessen Bewohner sich nur in einem provisorischen Luftschutzraum retten konnte.

Aufgrund der verschlechterten Sicherheitslage in der Ukraine darf die Delegation aus Bergisch Gladbachs Partnerstadt Butscha  nicht ausreisen.

Die Vorfreude war groß, die Reise vorbereitet, die Teilnahme am Bergisch Gladbacher Stadtfest fest eingeplant. Doch nun kommt aus der ukrainischen Partnerstadt Butscha die kurzfristige Absage: Die Delegation, die am Donnerstagabend in Bergisch Gladbach eintreffen sollte, kann nicht kommen. Grund ist die deutlich verschärfte Sicherheitslage in der Ukraine.

Wegen einer erheblichen Verschlechterung der Sicherheitslage in der Ukraine und einer Zunahme der Bedrohungen und der Intensität des Beschusses sind wir gezwungen, den Besuch abzusagen.
Anatolii Fedoruk, Bürgermeister von Butscha

„Leider haben wir schlechte Nachrichten und möchten uns aufrichtig entschuldigen“, teilte die für internationale Angelegenheiten der Stadt Butscha zuständige Katerina Denysenko am Mittwoch mit. Die Delegation sollte von Vizebürgermeisterin Liudmyla Ryzhenko angeführt werden. Nach den jüngsten Angriffen sei die Lage jedoch so schwierig geworden, dass die Verantwortlichen vor Ort bleiben müssten.

Schüler und Delegationsvertreter aus Butscha stehen am neuen Butscha-Platz in Bergisch Gladbach.

Beim Besuch der ukrainischen Delegation zum Stadtfest 2025 wurde der Butscha-Platz in Bergisch Gladbach eingeweiht.

Butschas Bürgermeister Anatolii Fedoruk erläutert die Entscheidung auch in einem offiziellen Schreiben an Bergisch Gladbachs Bürgermeister Marcel Kreutz. Wegen einer „erheblichen Verschlechterung der Sicherheitslage in der Ukraine“ sowie einer Zunahme der Bedrohungen und der Intensität des Beschusses sei man gezwungen, den Besuch abzusagen. Führungskräfte und zuständige Stellen würden vor Ort gebraucht, um schnell auf die Sicherheitslage zu reagieren, kommunale Dienste und kritische Infrastruktur zu koordinieren sowie Folgen der Angriffe zu bewältigen.

Wir haben bis zuletzt gehofft, die Reise antreten zu können.
Katerina Denysenko, zuständig für internationale Angelegenheiten der Stadt Butscha

Wie kurzfristig die Entscheidung fiel, zeigt Denysenkos Nachricht: Man habe bis zuletzt gehofft, die Reise antreten zu können. Die Situation sei inzwischen aber zu unberechenbar. Die Enttäuschung bei den Delegationsmitgliedern sei groß. Jeder Besuch in Bergisch Gladbach fühle sich „wie ein Nachhausekommen“ an, schreibt Denysenko – wie eine Reise zu guten Freunden.

Auch Fedoruk betont, dass die Absage nichts an der engen Verbindung beider Städte ändere. Er sei überzeugt, dass die erzwungene Absage die weitere Entwicklung der Partnerschaft „in keiner Weise“ beeinträchtigen werde. Zugleich hofft er auf ein baldiges Wiedersehen unter günstigeren Umständen und lässt den Bürgern und Gästen des Bergisch Gladbacher Stadtfestes Grüße ausrichten.