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Qualm und MüllBergisch Gladbacher Schulen wollen Raucherzonen schaffen

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Viele Schüler der Berufskollegs verlassen in den Pausen das Schulgelände, um an der Straße zu rauchen.

Bergisch Gladbach – Immer wieder herrscht dicke Luft rund um die beiden Berufskollegs an der Bensberger und Oberheidkamper Straße. In schöner Regelmäßigkeit entzündet sich dort der Streit zwischen Anwohnern, Passanten und Schulen an rauchenden Schülern. Die drängen zu Pausenzeiten in Scharen auf die Straße, um sich schnell einen Glimmstängel anzustecken, bevor es wieder zurück in den Unterricht der rauchfreien Schule geht.

Städtische Fläche ausweisen

Zu unterbinden ist dies kaum, da viele der Schüler der Berufskollegs volljährig sind und im Gegensatz zu Minderjährigen das Schulgelände auch zwischendurch verlassen dürfen. Für Passanten und Fahrradfahrer ist dann kaum ein Durchkommen auf dem Fuß- und Radweg an der Bensberger Straße.

Eine gefährliche und auf Dauer nicht tragbare Situation, die Stadt und Schule nun gemeinsam lösen wollen. Da Schulen aus Gründen des Nichtraucherschutzes keine Raucherzonen ausweisen dürfen, soll neben der Schule an der Bensberger Straße ein kleines Areal aus dem Mietvertrag mit der Stadt herausgenommen werden. Dieses Gelände ist dann weiterhin städtisch, aber offiziell kein Schulgelände mehr und könnte für Raucher ausgewiesen werden.

„Damit hoffen wir, die gefährliche Situation zu entschärfen und auch die Verschmutzung des Bürgersteigs künftig zu vermindern“, sagt Martin Rölen, Sprecher der Stadt, mit Blick auf den täglich anfallenden Müll und die Zigarettenkippen. Die rechtlichen Voraussetzungen für die Umwidmung des Geländes würden derzeit geschaffen. Für die Kaufmännischen Schulen gegenüber sei eine ähnliche Lösung geplant.

Keine andere Möglichkeit

Währenddessen testet das Berufskolleg an der Bensberger Straße, ob das Gelände für den beabsichtigten Zweck geeignet ist. „Natürlich ist das nur eine Notlösung, aber die Situation an der Straße war brandgefährlich“, sagt Schulleiterin Katharina Blum. Man habe reagieren müssen und keine andere Möglichkeit gesehen. Denn trotz aller Präventionsmaßnahmen seien viele Schüler nicht vom Rauchen abzuhalten.

„Ich schätze, dass in den ersten beiden Pausen oft zwischen 250 und 300 rauchende Schüler an der Straße standen“, schätzt die Schulleiterin. Die sollen sich künftig dezent auf dem als Raucherzone markierten Seitengelände einfinden, wo dann auch Aschenbecher stehen könnten.