- Die Sanierung einer Schultoilette gleich oft der Aufgabe von Sisyphos: Kaum erledigt, kann es im Grunde von vorn losgehen.
- Dabei hat es die große Mehrheit der Mädchen und Jungen verdient, dass sich die Stadtverwaltung für ein Konzept entscheidet, dass dauerhaft benutzbare Toiletten ermöglicht.
- Teil dieses Konzeptes muss sein, dass die Schüler für die Benutzung der Toiletten bezahlen. Ein Kommentar.
Die Schulsanierungen haben in der Stadt absoluten Vorrang – und das ist auch gut so. In keinen anderen Bereich wird so viel Geld investiert.
Auf den ersten Blick ist es deshalb erstaunlich, dass die Verwaltung den Antrag, die Schultoiletten zu sanieren, einfach links liegen lässt. Aber auf den zweiten Blick ist die Reaktion der Verwaltung nicht erstaunlich, denn die Sanierungen der Toiletten sind ein Reizthema.
Und das aus einem einfachen Grund: Frisch sanierte Toiletten werden in kürzester Zeit wieder zu Sanierungsfällen. Aber die vielen Schüler, die unter der schlechten Erziehung, dem gestörten Verhältnis zur Hygiene und der Zerstörungswut ihrer Mitschüler leiden, haben es verdient, dass die Verwaltung das Thema aktiv angeht.
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Es wird letztlich um Konzepte gehen, die Toiletten zu schützen. Und das wiederum funktioniert nur, wenn Reinigungskräfte engagiert werden und der Gang aufs stille Örtchen auch Geld kostet.
Schulen experimentierten sehr erfolgreich mit zehn Cent, ein Betrag der die Kosten für das Klopersonal nur zum Teil deckt, aber die Einstellung zu öffentlichen Toiletten offensichtlich verändert.
Schultoiletten ohne Reinigungskonzept zu sanieren ist sinnlos. Das ist zwar traurig, aber wahr.

