In einem Wohnhaus an der Hauptstraße in Bergisch Gladbach sollen demnächst bis zu 80 neu nach Bergisch Gladbach gekommene Menschen leben
UmbauBergisch Gladbach schafft Platz für Neuankömmlinge

Das Wohnhaus an der Hauptstraße
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Bagger rattern an diesem Vormittag auf der oberen Hauptstraße. Kleinere Abbrucharbeiten laufen, die Motoren dröhnen. Das mehrstöckige Gebäude, das nahe der Fahrbahn steht, ist mit Bauzäunen abgesperrt. Passanten müssen die Straßenseite wechseln. Bis voraussichtlich im vierten Quartal soll der Umbau der Immobilie laufen, das berichtet die Stadt auf Nachfrage.
Bis zu 80 Bewohner
Danach könnten bis zu 80 Personen hier wohnen. Wie viele es genau sein werden, lässt sich angesichts der wechselnden Zuwanderungszahlen nicht genau sagen. Aber die Stadt hat 80 weitere Plätze zur Verfügung, wenn sich die Weltkrisen wieder dramatisch zuspitzen. Partner der Stadt beim Umbau ist ein heimisches Unternehmen, das auch an weiteren Standorten im Stadtgebiet durch Umbauten Wohnraum für Geflüchtete geschaffen hat.
Verbindung zum Aschenplatz
Die Zusammenarbeit funktioniert, so scheint es. Die Immobilie hat eine Vorgeschichte, die mit dem Stadion an der Paffrather Straße eng verbunden ist. Oberhalb der Hauptkampfbahn liegt ein Aschenplatz, zuletzt als Parkplatz für Pkw bei Spielen von Mittelrheinligist SV 09 Bergisch Gladbach oder bei anderen sportlichen Großveranstaltungen genutzt.
Bis vor etwa zwei Jahren sollte auf diesem Platz eine große Unterkunft für Geflüchtete entstehen. Die Sportvereine liefen Sturm, gemeinsam mit dem protestierenden Stadtsportverband. Die Politik schien zumindest in Teilen kurz davor zu sein, den Plänen der Verwaltung für die Geflüchtetenunterkunft zu folgen. Dann wurde der Stadt unerwartet das Wohnobjekt an der oberen Hauptstraße zum Mieten angeboten.
Sportliche Nutzung
In der damaligen Mitteilung, noch in der Ägide von Bürgermeister Frank Stein, betonte die Stadt erleichtert, dass einer sportlichen Nutzung des Aschenplatzes nun nichts mehr im Wege stehe. Bürgermeister Stein: „Ich bin froh, dass wir nunmehr eine Lösung vorschlagen können, die eine Spaltung der Stadtgesellschaft und eine Eskalation der politischen Kontroversen verhindert.“
Eine Genehmigungsplanung für das Wohngebäude an der oberen Hauptstraße laufe, die Stadt werde den Abschluss eines Mietvertrages vorschlagen, so Frank Stein damals in der Debatte. Die Idee, einen normgerechten Kunstrasen-Fußballplatz auf dem mittlerweile sanierten Aschenplatz zu errichten, hat die Stadt aus Kostengründen mittlerweile aufgegeben.
Im Untergrund müssten umfangreiche Maßnahme zur Sicherung des auf einer ehemaligen Deponie liegenden Platzes vorgenommen werden. Stattdessen wird ein verkleinertes Feld in der Größe 45 Meter mal 90 Meter auf einem unterhalb liegenden Nebenplatz gebaut. „Die Abmessungen entsprechen aber immer noch den Vorgaben des Deutschen Fußballbundes“, betonte der Beigeordnete Stephan Dekker bei der Vorstellung. Ein Pflichtspielbetrieb könne also abgebildet werden, sogar für Erwachsene.
Der alte Tennen-/Aschenplatz soll im vorderen Teil mit einer Schotterschicht abgedeckt werden, so dass er befahrbar bleibt und bei Sportveranstaltungen wieder als Parkplatz genutzt werden könne.
