Weil sie mit offener Flamme geheizt hatten, mussten Bewohner eines Hauses in der Mittelstraße ins Krankenhaus: Kohlenmonoxid.
RettungseinsatzAcht Personen in Burscheid vergiftet

Einen Großeinsatz löste Heizen mit offenem Feuer am Montagabend in der Burscheider Innenstadt aus.
Copyright: Julia Hahn-Klose
Die Alarmierung wuchs sich zu einem großen Einsatz aus: Am Montag wurden gegen 21 Uhr vier Krankenwagen, zwei Notärzte, Polizei und die Feuerwehr in die Burscheider Innenstadt gerufen. In einem Haus zwischen der Mittelstraße und der evangelischen Kirche hatten Bewohner eines Mehrfamilienhauses über starke Kopfschmerzen geklagt.
Das war nicht harmlos, wie sich herausstellte: Acht Personen hätten sich eine Kohlenmonoxidvergiftung zugezogen, berichtete am Dienstag die Feuerwehr auf Anfrage. Sie alle hätten sich in einer Wohnung aufgehalten, erklärte Jens Knipper, Sprecher der Feuerwehr. Der Grund: Heizen in der Wohnung mit offenem Feuer.
Kohlenmonoxid dringt auch durch Wände und Decken
Die Vergiftungserscheinungen waren so heftig, dass alle acht Personen ins Krankenhaus gebracht werden mussten. Zur Sicherheit habe die Feuerwehr auch die angrenzenden Wohnungen untersucht und die Zusammensetzung der Raumluft gemessen. Das habe seinen Grund, erklärte Knipper: „Kohlenmonoxid dringt auch durch Betonwände.“ Und da man das extrem gefährliche Gas weder schmecke, noch rieche, noch sehe, sei ganz besondere Vorsicht angebracht.
Die Messungen in der Nachbarschaft hatten aber keine auffälligen Werte ergeben, so der Sprecher. Das Mehrfamilienhaus musste nicht komplett evakuiert werden. Die Wohnung mit der vergifteten Atemluft sei gründlich gelüftet worden – bis nach Kontrollmessungen durch die Feuerwehr auch dort Entwarnung gegeben werden konnte.
In diesem Zusammenhang warnte der Sprecher der Burscheider Feuerwehr: Es sei hoch gefährlich, etwa mit einem Holzkohlegrill im Winter die Wohnung heizen zu wollen. „Aber das kommt leider immer wieder vor.“
