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NeuerungSo werden in Burscheid Autositze schneller zusammengebaut

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Skizze eines Autositzes von Adient

Mit einem modularen System vereinfacht Adient die Montage von Autositzen.

Adient führt ein modulares System ein, das enorm viel Zeit spart.

Das Verfahren heißt Modu Tec, und seine Effekte scheinen enorm zu sein: Der Autositzhersteller Adient hat eine modulare Lösung vorgestellt, die den Aufbau der Möbel „deutlich vereinfacht und gleichzeitig höhere Automatisierungsgrade ermöglicht“, hieß es am Freitag. Das Verfahren sei Ergebnis „einer umfassenden Analyse der Anforderungen von Automobilherstellern, Produktionsstandorten und Endkunden“, hieß es weiter. Durch den Prozess verkürze sich die Montagezeit „von mehreren Minuten auf wenige Sekunden“.

Bisher verlange die Fertigung von Autositzen „komplexe, stark integrierte und arbeitsintensive Prozesse“, berichtet das Unternehmen, das in Burscheid seine Europazentrale hat. Der Einsatz von Modulen vereinfache die Abläufe, ermögliche mehr Automatisierung und steigere insgesamt die Effizienz – übrigens auch, weil weniger Platz gebraucht werde. Zudem werde der Sitzkomfort gesteigert, und die Autositze ließen sich leichter warten, nach- und aufrüsten. Schließlich erwartet Adient von Modu Tec eine höhere handwerkliche Qualität und Verbesserungen, wenn es um Gewährleistung geht.

„Mit Modu Tec führt Adient einen modularen Sitzansatz ein, der die Montageeffizienz deutlich verbessert und zugleich zur Kostenoptimierung beiträgt“, kommentiert Pierre‑Alain Caillaut die Neuerung. „Durch die Standardisierung von Schnittstellen und die klare Struktur einzelner Montageschritte entsteht ein skalierbares und automatisierungsfähiges Fertigungskonzept“, ergänzt der Vizechef der Entwicklung für Europa und den mittleren Osten. So würden die Prozesse weniger komplex, und die Anforderungen der Autohersteller könnten besser kontrolliert werden.