Nachdem das Angebot in den vergangenen Jahren gut angenommen wurde, hat der Kreis die Mobilstation am Raiffeisenplatz nun aufgerüstet.
Leihräder in BurscheidNeue E-Bikes für anspruchsvolle bergische Touren

Jonas Löhr von nextbike, Dr. Marcel Frank, Geschäftsführer der RVK, Landrat Arne von Boetticher und Gabi Wilhelm, Geschäftsführerin von Das Bergische, präsentieren die neuen Fahrräder.
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„Ich bin glücklich, dass wir gemeinsam den nächsten Schritt machen, um die Erfolgsgeschichte weiter fortzuschreiben“, sagt Landrat Arne von Boetticher bei der Einweihung der neuen Fahrräder an diesem Montag. Die Mobilstation am Raiffeisenplatz in Hilgen stattet der Rheinisch-Bergische Kreis (RBK) nun mit 150 neuen E-Bikes aus, erstmals umfasst das Angebot außerdem 20 Räder ohne elektronischen Antrieb.
Die neuen Räder sollen laut von Boetticher „topografisch anspruchsvollere Strecken“ bewältigen können. Der Akku verfügt nun über eine höhere Kapazität, außerdem sind Solarmodule in die E-Bikes integriert, ebenso wie ein Handyhalter. Eine weitere Neuerung sind die Wechselakkus. Die Nutzerinnen und Nutzer sind dadurch nicht mehr auf eine Ladeinfrastruktur angewiesen, sondern können den Akku herausnehmen und sofort austauschen.
Zahl der Ausleihen verdoppelte sich in den vergangenen Jahren
Die Finanzierung des Angebots läuft über den RBK, der für das Projekt unter anderem mit der RVK und nextbike zusammenarbeitet. Der große Erfolg des Angebots in den vergangenen Jahren veranlasste die Verantwortlichen, das Projekt auszubauen. 2020 startete die Mobilstation, im Jahr 2023 wurden kreisweit 14.553-mal Bergische E-Bikes ausgeliehen, in zwei Jahren verdoppelte sich die Zahl auf 30.257 Ausleihen. In Wermelskirchen vervierfachten sich die Ausleihzahlen aufgrund der Brückensperrung der A1 von 1.356 in 2024 auf 5.135 im Jahr 2025. An der Station in Hilgen stieg die Zahl um 254 Ausleihen auf 1.314.
Die Nutzungsoptionen der Mobilstationen sind vielfältig: Der RBK betont, in dem Projekt würden ÖPNV und die E-Bikes eine Symbiose eingehen. So könne das Angebot unnötige Umstiege verhindern und sorge für Mobilitätsmöglichkeiten, die 24 Stunden verfügbar sind – auch zu Randzeiten, wie nachts, wenn der ÖPNV reduziert ist. Die Nutzergruppen seien sehr verschieden, erklärt Dr. Marcel Frank, Geschäftsführer der RVK: Pendler würden das Angebot im Alltag in Anspruch nehmen, Touristen für den Urlaub oder für Fahrradtouren durch das Bergische Land am Wochenende.
Burscheid: So viel kostet die Ausleihe der Bergischen E-Bikes
Den Vorteil der Bergischen E-Bikes für den Tourismus hebt auch die Geschäftsführerin von Das Bergische, Gabi Wilhelm, noch mal hervor. Sie bezeichnet das Projekt als „Türöffner für die Verlängerung der Aufenthaltsqualität“. Im touristischen Bereich würde das Angebot eine Nische besetzen, da es in der Gegend kaum Anbieter für Fahrradausleihen gebe. Die Bergischen E-Bikes seien außerdem hilfreich, um ein Pedelec zu testen, wenn man über eine private Anschaffung nachdenke.
Die Nutzung eines Bergischen E-Bikes kostet 2,50 Euro pro halbe Stunde. Für Personen mit einem VRS-Abonnement ist die erste halbe Stunde kostenlos, jede weitere halbe Stunde kostet dann zwei Euro. Standardräder kosten für Abonnenten 1,25 Euro pro 30 Minuten und für Personen ohne VRS-Abo 1,75 Euro. Die Tageshöchstpreise betragen für Personen mit VRS-Abo zwölf beziehungsweise 15 Euro und ohne Abo 15 beziehungsweise 18 Euro.
Die Ausleihe funktioniert mithilfe der nextbike-App, auf der man sich dafür registrieren muss. Anschließend können Nutzerinnen und Nutzer den QR-Code, der am Fahrrad angebracht ist, mit der App scannen und die Ausleihe starten. Das Schloss geht dann automatisch auf. Sobald man das Schloss herunterdrückt, ist die Fahrt beendet. Es lassen sich in der App allerdings auch Fahrtpausen registrieren, wodurch man die Ausleihe weiterführen und die Fahrt später fortsetzen kann. Personen, die Schwierigkeiten mit der App-Nutzung haben, steht die Möglichkeit zur Verfügung, telefonisch über den Kundenservice von nextbike ein Rad auszuleihen.