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Osterferienprogramm in BurscheidKinder lernen, basteln und programmieren

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Gebastelt haben die Kinder gern, Mädchen wie Jungen.

Burscheid – Keine reine Ferienbeschäftigung, sondern „Extrazeit“: 30 Kinder der Montanus Grundschule, der Dierather Grundschule und der Ernst-Moritz-Arndt-Grundschule hatten die Möglichkeit, in der zweiten Osterferienwoche zusätzlich zu Spiel und Spaß ihre Lernlücken auszugleichen, aber auch kognitive Erfahrungen wie Teamarbeit, das Interagieren in Gruppen und die gemeinsame Suche nach Problemlösungsstrategien zu erneuern. All diese Erfahrung waren in den vergangenen zwei Corona-Jahren viel zu kurz gekommen. Durchgeführt wurde das Ferienprogramm vom FV Betreuungsangebote in Burscheid, sechs OGS Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgten dafür, dass den Kindern der Lern- und Erlebnisausgleich in guter Erinnerung blieb.

Dem Team sei es wichtig, dass es ein ganzheitliches Erleben sei, erklärt Sabine Birken, die die Ferienwoche leitete. Die Kinder sollen sich sowohl körperlich betätigen und an der frischen Luft bewegen, als auch ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Auch werde darauf geachtet, dass das Angebot Mädchen und Jungen anspricht.

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Mit dem „Bee Bot“ will man die Medienkompetenz und das strukturierte und planvolle Denken der Kinder stärken. 30 Kinder, meist Jungen, nahmen an dem Programm teil.

War das Verhältnis der Geschlechter im Ferienprogramm bisher relativ ausgeglichen, gab es in diesen Osterferien eine Überraschung. Es waren überwiegend Jungen, die beim Programm mitmachten. Die wenigen Mädchen hatten damit aber keinerlei Probleme und gemeinsam wurde auf dem Bolzplatz der Ball gekickt. Im Wald wurden eigene Hütten gebaut und Dämme am Bach errichtet und wieder abgebaut.

Ausflüge auf den Bauernhof

Bei einem Ausflug auf den Bauernhof konnten die Kinder Kühe füttern und streicheln und einiges über Landwirtschaft lernten. Aber auch die Bastelangebote wurden begeistert angenommen: Kresseraupen und kleine Schlüsselanhängermonster wurden mit viel Liebe und Hingabe gebastelt. Das Highlight des Programms war ein „Bee Bot“, eine Bienenfigur, die sich selbständig fortbewegen kann. Die Bewegungsabläufe müssen allerdings programmiert werden. Mit diesem Angebot wolle man die Medienkompetenz und das strukturierte und planvolle Denken der Kinder stärken, erklärte Sabine Birken. Auch die Fähigkeit Problemlösungsstrategien zu entwickeln, ließe sich damit gut trainieren. Wenn die Biene falsch läuft, müsse schließlich geklärt werden, wo der Fehler sitzt. Auf Tablets und andere digitale Medien wurde bewusst verzichtet, um dem persönlichen Lernen und Erleben wieder mehr Raum zu geben und dem digitalen Übermaß der Coronazeit etwas entgegenzutreten.

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Normalerweise müssen die Eltern die Ferienbetreuung bezahlen. In diesem Jahr wurde das Osterprogramm jedoch vom Land NRW gefördert. So mussten die Eltern lediglich die Kosten der Verpflegung selbst tragen, es wurde gemeinsam gefrühstückt, zu Mittag gegessen und am Nachmittag nach Herzenslust gesnackt. Vom gesunden Obst bis zum Kuchen wurde so einiges angeboten.

„Extrazeit“ wurde bereits im letzten Sommer erfolgreich als Testprogramm in größerem Rahmen an der Montanus Grundschule durchgeführt und erlebte nun die erste Wiederholung. Niemand weiß, wie sich die Coronasituation noch entwickeln wird und wie der Bedarf der Kinder in Zukunft sein wird, erzählt Birken. Ob das Programm also eine erneute Wiederholung erfahren wird, steht noch in den Sternen. Es ist aber ein erster Schritt, um den Kindern den Übergang vom Corona-Alltag hin in die Normalität zu erleichtern.