Zum Start der Herbstferien wird die Altenberger-Dom-Straße dichtgemacht, Autofahrer müssen großräumige Umleitungen in Kauf nehmen.
Droht ein Verkehrschaos?Zwei Wochen Vollsperrung in Schildgen

Ab kommender Woche wird die Verkehrsader der Altenberger-Dom-Straße voll gesperrt.
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Für Autofahrer zwischen Bergisch Gladbach, Köln und Odenthal werden die Herbstferien zur Geduldsprobe. Auf der Altenberger-Dom-Straße im Bergisch Gladbacher Stadtteil Schildgen beginnt die letzte und zugleich einschneidendste Phase der monatelangen Bauarbeiten: Von Samstag, 17. Oktober, bis voraussichtlich Freitag, 30. Oktober, wird die Straße zwischen der Leverkusener Straße und dem Ortsausgang Richtung Odenthal am Zum Scheider Feld komplett gesperrt. Auch die Einmündung der Schlebuscher Straße ist betroffen. Wo bislang zumindest noch Verkehr in eine Richtung rollen konnte, geht dann nichts mehr.
Asphaltdecke und Markierungen in der Schlussphase
Grund für die Vollsperrung: Die Arbeiten gehen auf die Zielgerade. Die Fahrbahn erhält ihre abschließende Asphaltdecke, anschließend folgen unter anderem die Markierungen. Die Verkehrsführungspläne weisen als Bauende den 30. Oktober aus. Ursprünglich war das Ende bereits für den 30. September vorgesehen.
Bis zum 16. Oktober bleibt alles beim Alten
Bis einschließlich Freitag, 16. Oktober, bleibt zunächst alles beim bisherigen Zustand. Auf der Altenberger-Dom-Straße gilt weiterhin die Einbahnstraßenregelung in Richtung Odenthal bis zur Schlebuscher Straße. Wer in Richtung Köln unterwegs ist, wird über Schlebusch umgeleitet. Mit Beginn der Herbstferien am Samstag ändert sich die Verkehrsführung dann grundlegend.
Großräumige Umleitung über Paffrath, Hebborn und Voiswinkel
Die Umleitung wird großräumig ausgeschildert. Wer aus Köln kommt, wird bereits ab der Kempener Straße auf die Ausweichroute geschickt. In der Gegenrichtung beginnt die Umleitung am Kreisverkehr in Odenthal. Die Verkehrsführungspläne zeigen für die Fahrt in Richtung Odenthal die weite Schleife unter anderem über Paffrath, Hebborn und Voiswinkel. Für die Gegenrichtung ist eine eigene Umleitungsführung ausgeschildert. Die Planer haben dafür unterschiedliche Umleitungs-Routen vorgesehen, die mit U1, U2 und U3 gekennzeichnet sind.
Anlieger erreichen ihre Grundstücke nur über den Fahner Weg
Besonders einschneidend wird die Schlussphase für die Menschen, die unmittelbar an der Baustelle wohnen. Anlieger der Altenberger-Dom-Straße und der Brahmstraße können ihre Grundstücke während der Vollsperrung ausschließlich über den Fahner Weg erreichen. Doch selbst dieser Weg hilft nicht jederzeit: Während verschiedener Arbeitsschritte sind Grundstückszufahrten stundenlang überhaupt nicht nutzbar. Die Verkehrsplanung sieht zugleich vor, dass Feuerwehr und Rettungsdienste jederzeit passieren können.

Umleitung gibt's über Odenthal.
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Zeiten, in denen die Zufahrten gesperrt sind
Bereits seit Montag, 12. Oktober, müssen Anwohner jeweils zwischen 8 und 16 Uhr mit Einschränkungen rechnen. Vom 17. bis 20. Oktober sind die Zufahrten zwischen 7 und 17 Uhr tabu. Am härtesten trifft es die Anlieger vom 21. bis 23. Oktober: Dann ist zwischen 6 und 17 Uhr keine Zufahrt möglich. In diesen drei Tagen wird zunächst Haftkleber aufgetragen und anschließend die neue Asphaltdecke eingebaut. Vom 26. bis 30. Oktober folgen weitere Arbeiten jeweils zwischen 8 und 17 Uhr. Dann stehen unter anderem die Fahrbahnmarkierungen auf dem Programm.
Parkverbot im Baustellenbereich, Bushaltestellen werden verlegt
Auch Parken ist während der Arbeiten im gesperrten Baustellenbereich ausgeschlossen. Die Stadt begründet das nicht nur mit dem Schutz der Bauarbeiter. Fahrzeuge könnten außerdem die frisch hergestellte Asphaltdecke oder neue Markierungen beschädigen. Die detaillierten Baupläne zeigen zudem, dass an einzelnen Stellen Bushaltestellen verlegt werden müssen.
Auch Busfahrgäste müssen sich auf Änderungen einstellen
Damit trifft die letzte Bauphase nicht nur Autofahrer. Auch Fahrgäste des öffentlichen Nahverkehrs müssen sich auf Änderungen einstellen. Die Verkehrsunternehmen haben ihre Buslinien nach Angaben der Stadt bereits an die Sperrung angepasst. Welche Linien wann wo fahren und welche Haltestellen entfallen oder verlegt werden, wollen die Unternehmen kurzfristig auf ihren Internetseiten und direkt an den betroffenen Haltestellen bekanntgeben.
Pendler sollten mehr Zeit einplanen
Für Pendler dürfte vor allem die Dimension der Umleitung spürbar werden. Statt auf direktem Weg über die Altenberger-Dom-Straße zu fahren, müssen sie sich auf deutlich längere Strecken einstellen. Dass die Stadt die Herbstferien für die Vollsperrung nutzt, soll zumindest einen Teil des üblichen Verkehrs aus der Rechnung nehmen. Wenn alles nach Plan läuft, ist der Spuk nach zwei Wochen vorbei. Bis dahin gilt für Autofahrer: Wer zwischen Köln, Schildgen und Odenthal unterwegs ist, sollte mehr Zeit einplanen – und den gewohnten Weg über die Altenberger-Dom-Straße für zwei Wochen aus dem Kopf streichen. (wg)