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Über die Dhünn-TalsperreRhein-Berg feiert Eröffnung des „Forum:aqualon Lindscheid“

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Faszinierende Einblicke in die Geschichte und Funktion der Großen Dhünn-Talsperre bietet die interaktive Ausstellung.

Rhein-Berg – Wasser ist nicht nur überlebenswichtig, es verbindet auch Menschen und Regionen. So wie die Große Dhünn-Talsperre, als zweitgrößte reine Trinkwassertalsperre Deutschlands. Um künftig richtig gut informiert zu sein über den imposanten Stausee, seine Geschichte mitsamt Geheimnissen, Flora und Fauna sowie Funktionsweise, gibt es seit dem Frühjahr das „Forum:aqualon Lindscheid“, das das jetzt auch offiziell eröffnet wurde.

Die Alte Schlosserei am Betriebshof des Wupperverbandes in Lindscheid direkt am Staudamm der Talsperre wurde zu einem modernen Ausstellungsraum umgebaut. „Wasser verbindet“ ist eine Dauerausstellung, die vom Aqualon-Verein gemeinsam mit Kooperationspartnern umgesetzt und mit Mitteln aus dem Leader-Programm gefördert wurde. Ansprechen soll der Bildungs- und Innovationsort ganz unterschiedliche Zielgruppen ab dem Schulalter.

Forum: Erleben steht im Vordergrund

„Einerseits müssen wir dankbar für die Ressource sein, andererseits haben wir auch die Verpflichtung, uns darum zu kümmern. Denn Dinge, die selbstverständlich für uns sind, geraten gerade ins Wanken“, machte Georg Wulf, Vorstand des Wupperverbandes und Vorstandsvorsitzender des Aqualon-Vereins in seiner Begrüßungsrede deutlich.

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Das neue Aqualon-Forum.

Nachdem Wulf mit der Unterstützung von Landrat Stephan Santelmann und dem Leverkusener Oberbürgermeister Uwe Richrath das Band durchgeschnitten hatten, überzeugten sich die zur Eröffnungsfeier geladenen Gäste direkt selbst von der Ausstellung. Wie bereits im Frühjahr berichtet, steht im Forum das Erleben im Vordergrund, wasserwirtschaftliche Themenfelder werden aufbereitet. Anstatt reiner Schautafeln mit Informationen, können die Besucherinnen und Besucher selbst aktiv werden.

Ausflugstipp rund um die Talsperre inklusive

An einem der Bildschirme können sie lernen, wie aus Wasser eigentlich unser Trinkwasser entsteht, alles in leichter Sprache verfügbar. An einem anderen Bildschirm gibt es Ausflugstipps rund um die Talsperre. Schaukästchen mit passenden Infoknöpfen erklären die seltene Tier- und Pflanzenwelt rund um das riesige Wasserreservoir mitten im Bergischen.

Besonders geheimnisvoll ist das interaktive Modul der versunkenen Dörfer, die für den Bau der Talsperre weichen mussten. Rund 27 Hofschaften und Mühlen wurden abgetragen und damit 200 Menschen umgesiedelt, während ihr Zuhause unter dem Wasserspiegel versank. Aufbereitet wurde das Thema von Marita Jendrischewski aus Wermelskirchen, die hierfür ihre Materialsammlung zur Verfügung gestellt hat. Noch hat der neue Raum ein Schallproblem, sobald sich mehr als drei Besucher gleichzeitig dort aufhalten. Abhilfe soll künftig eine Schallschutzwand schaffen.

Workshops für kleine Forscherinnen und Forscher

Im Multifunktionsraum, der mit Unterstützung der Kultur- und Umweltstiftung der Kreissparkasse Köln finanziert wurde, können in Workshops fortan besonders die kleinen Forscherinnen und Forscher aktiv werden. Mithilfe von I-Pads und einem Whiteboard sollen dort Aufgaben rund um Bildung und Erlebnis wie Wirtschaft und Wissenschaft miteinander verknüpft werden. Aber auch für Schulungen oder Tagungen bietet sich die Räumlichkeit an.

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Auch eine Gastronomieküche ist an das Forum angeschlossen, an dem es sich Besucher auf der Außenterrasse bei einer Rast gemütlich machen können. Diese wird betrieben von „Die Kette Koch Werk gGmbH“. Die fachlichen Inhalte der Ausstellung stammen vom Aqualon-Verein, dem Wupperverband, dem Wasserversorgungsverband Rhein-Wupper und der Biologischen Station Rhein-Berg. Konzeption und Umsetzung stammen von der Firma Kessler & Co aus Mülheim an der Ruhr.

Geöffnet ist das Aqualon-Forum am Staudamm in Wermelskirchen-Lindscheid von donnerstags bis sonntags jeweils von 11 bis 17 Uhr.