Gronau – Gesplittertes Glas, Karosserie- und selbst Motorteile liegen über 70 Meter entlang des Refrather Weg. Mitten in dem Trümmerfeld drei Fahrzeugwracks. Zwei Fahrer müssen von der Feuerwehr schwer verletzt aus einem Kleinlaster und einem 7,45-Tonner befreit werden, Fahrer (52) und Beifahrer (62) eines Hilfsdienst-Kleinbusses werden leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht.
Ein schwerer Verkehrsunfall im Wald zwischen Gronau und Refrath hat gestern Nachmittag den Verkehr in der Kreisstadt lahmgelegt, mehrere Stunden war die Hauptverkehrsader komplett gesperrt.
Gegen 14.45 Uhr war ein 20-Jähriger Bergisch Gladbacher mit seinem Firmen-Kastenwagen von Refrath in Richtung Stadtmitte unterwegs, als er auf der Straße, auf der an dieser Stelle Tempo 100 erlaubt ist, laut Polizei aus bislang ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr geriet. Dort prallte sein Fahrzeug zunächst seitlich gegen den Kleinbus eines Hilfsdienstes – mit solcher Wucht, dass das vordere linke Rad des Kleinbusses abriss.
Anschließend schleuderte der Kastenwagen des 20-Jährigen weiter und fast frontal gegen den 7,5-Tonner eines 44-Jährigen. Beide Fahrer wurden in ihren Fahrzeugen eingeklemmt.
Mit hydraulischem Gerät mussten beide von der Feuerwehr befreit werden.
Ein hinter dem 7,5-Tonner fahrender Mercedes-Fahrer konnte dem Unfall zwar ausweichen und blieb unverletzt, sein Pkw wurde aber ebenfalls beschädigt.
14 hauptamtliche Feuerwehrleute, drei Notärzte und die Besatzungen von vier Rettungswagen kümmerten sich um die Verletzten und die Absicherung der Unfallstelle. Neben dem Feuerwehr-Einsatzleiter Jochen Frauenkron koordinierte der Organisatorische Leiter Rettungsdienst den Einsatz, während die ehrenamtlichen Löschzüge Bensberg und Stadtmitte die Bereitschaft auf den Feuer- und Rettungswachen übernahmen.
Für die Dauer der Unfallaufnahme war der Refrather Weg zwischen Gronauer Kreisel und Alt-Refrath gesperrt. Die Polizei leitete den Verkehr um, es kam zu kilometerlangen Staus.
