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Gerätewartin in LeichligenTessa Mainka wechselte aus dem Kindergarten zur Feuerwehr

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Tessa Mainka kümmert sich als Gerätewartin zum Beispiel darum, dass der Atemschutz funktioniert und Schläuche gereinigt sind.

Leichlingen – Rot leuchtende Feuerwehrautos, jede Menge Schläuche und sie mitten drin: Tessa Mainka ist hauptamtliche Gerätewartin der Feuerwehr Leichlingen und eine von 16 Frauen in der Feuerwehr. Zusammen mit ihrem Kollegen Andreas Hartwig kümmert sie sich darum, dass die Fahrzeuge bei einem Notruf auch fahren, die Atemschutzgeräte funktionieren und die Schläuche gereinigt sind.

Tessa Mainka hat ihr Ehrenamt zum Beruf gemacht. Seit 2010 ist die gelernte Kindergärtnerin Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr Leichlingen und übernahm im Juli vergangenen Jahres den Posten der Gerätewartin.

Zwei Angestellte

„Ich habe den Wechsel vom Kindergarten zur Feuerwehr keine Sekunde bereut“, erklärt die 35-Jährige. Das Besondere an der Leichlinger Feuerwehr: Sie besteht zum größten Teil aus ehrenamtlichen Feuerwehrmännern und -frauen, die einzigen Angestellten sind Tessa Mainka und Andreas Hartwig. „Vielen ist gar nicht bewusst, dass wir eine freiwillige Feuerwehr sind. Die denken, hier würden alle Kollegen Geld dafür bekommen, aber dem ist nicht so.“

Damit die Feuerwehr Leichlingen eine Freiwillige bleiben kann, braucht sie mindestens 180 Mitglieder. Momentan sind es nur knapp 140 freiwillige Feuerwehrleute. Um neue Mitglieder anzuwerben, hat sie die Kampagne „#Einsteigen“ gestartet, die die landesweite NRW-Kampagne „Für mich – Für alle“ ergänzt.

Tessa Mainka und Andreas Hartwig im vergangenen Jahr mit einem Testfahrzeug der Leichlinger Feuerwehr.

„Wir wollten etwas Eigenes machen, um gezielt neue Mitglieder in Leichlingen zu werben“, erklärt Oberbrandmeister Robert Wienen. Mit einem Faltblatt voller Informationen zum Aufbau und den Aufgaben der Leichlinger Feuerwehr möchte diese die Bürger der Stadt ansprechen. Auch online ist die Feuerwehr sehr aktiv. „Wir möchten dort die einzelnen Positionen und unsere Fahrzeuge vorstellen, damit die Leute einen Überblick über unsere Technik und die verschiedenen Aufgabenfelder bekommen“, so Wienen.

Frauen anwerben

Dabei werben die Leichlinger auch explizit um Frauen. Als eine von wenigen Frauen zwischen den Feuerwehrmännern hat Tessa Mainka keine Probleme. „Man muss halt einstecken können und darf dann auch austeilen“, erzählt sie. „Die Männer nehmen von mir die Befehle genauso an wie von anderen, da gibt es keinen Unterschied.“ Sie würde sich über mehr Frauen in der Feuerwehr freuen. „Es ist schön, wenn viele Frauen dabei sind, dann hat man eine gute Mischung. Allerdings sollten sie keine Hemmungen haben, denn klar sind manche Sachen schwer, aber das meiste bekommt man hin und es wird einem immer geholfen.“

Die Gemeinschaft der Leichlinger Feuerwehr ist für sie besonders. „Wir sind ein super abwechslungsreiches und starkes Team.“

Zukunft bei der ehrenamtlichen Feuerwehr

Etwa 40 Leute werden in der Freiwilligen Feuerwehr noch gebraucht, damit keine Berufsfeuerwehr eingerichtet werden muss. Tessa Mainka wünscht sich, dass es in Zukunft bei der ehrenamtlichen Feuerwehr bleibt.

„Dadurch, dass wir keine Berufliche Feuerwehr haben, fährt die Freiwillige jeden Einsatz, jeden kleinen Mülleimerbrand, aber auch die richtig großen Sachen. Man erlebt halt viel, man sieht viel Schlimmes, aber man hat auch sehr viel Spaß.“

Männer und Frauen, die sich zur Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr informieren möchten, können sich telefonisch unter ☎ 02175/99 23 21 und via E-Mail beraten lassen. Weitere Informationen gibt es im Internet.

einsteigen@feuerwehr-leichlingen.de

www.freiwillige-feuerwehr.nrw