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Gladbacher BehördenLeiterin gegen Willen der Schule eingesetzt

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Die Johannes-Gutenberg-Realschule.

Bergisch Gladbach – Die Bezirksregierung setzt ihre Kandidatin für die Schulleiterstelle der Johannes-Gutenberg-Realschule in Bensberg gegen den Willen der Schulkonferenz durch. Der zuständige Personalrat habe zugestimmt, die Stelle mit Ulrike Klatt zu besetzen, erklärte die Bezirksregierung auf Nachfrage. Die Mitbewerberinnen seien bereits über die Entscheidung informiert worden, hieß es weiter. Ulrike Klatt soll ihre Stelle offenbar schon Anfang September antreten.

Die Stadt hatte zunächst ihr Veto gegen die Kandidatin eingelegt. Damit war sie nach der politischen Gepflogenheit in Bergisch Gladbach dem Votum der Schulkonferenz gefolgt. Diese hatte sich für Petra Sobotta als neue Schulleiterin stark gemacht, die die Realschule schon seit längerer Zeit kommissarisch leitet, und hatte daher die vorgeschlagene Kandidatin abgelehnt.

Die Bezirksregierung begründete ihre Entscheidung am Montag damit, dass Klatt einen Vorsprung in ihrem beruflichen Werdegang vor den Mitbewerberinnen vorweisen könne, weil sie bereits eine Schule geleitet habe. Nach geltendem Recht sei man zur „Bestenauswahl“ verpflichtet. Andernfalls könne ein nicht berücksichtigter Bewerber den Klageweg beschreiten.

Vorsitzender der Elternpflegschaft: „kölscher Klüngel“

Henning Niedenhoff, Vorsitzender der Elternpflegschaft an der Johannes-Gutenberg-Realschule, hatte das Verfahren bereits im Juni als fragwürdig und nicht demokratisch bezeichnet. Anfang August hatte Niedenhoff in einem Schreiben an die Fraktionen im Stadtrat von „kölschem Klüngel“ gesprochen, der hinter den „hartnäckig“ betriebenen Besetzungsplänen gegen den Willen der Schulkonferenz stehen könnte.

Elternpflegschaft und Stadt hatten allerdings wohl nicht mit einer derart schnellen Entscheidung, sondern mit weiteren Runden um die Besetzung des Chefsessels gerechnet. Nach bisherigen Erfahrungen, so die Verwaltung, habe die Bezirksregierung in der Vergangenheit stets darauf verzichtet, einen Kandidaten gegen den Willen der Stadt durchzusetzen.