Rhein-Berg – Der gestrige Sonntag war für die Landtagsabgeordnete Helene Hammelrath ein besonderer Tag. Sie hatte Geburtstag – und just zu ihrem Ehrentag erhielt sie „auch noch“ beim Neujahrsempfang der Stadt Bergisch Gladbach mit sieben anderen Persönlichkeiten die Ehrennadel der Kreisstadt in Gold.
Helene Hammelraths Wesen entspreche es, „sich im positiven Sinne einzumischen, Dinge anzupacken und zu gestalten“, lobt der Bürgermeister. Sie setze sich immer sehr engagiert für die Menschen in dieser Stadt ein und habe für das Soziale der SPD gestanden und sich dementsprechend besonders für viele soziale Projekte eingesetzt. Auch die Brauchtumspflege steht bei ihr obenan, 1999 war sie Jungfrau im Gladbacher Dreigestirn.
1992 gründete Hammelrath die Bürgschaftsbank für Sozialwirtschaft. Sie war die erste weibliche Bankgründerin in NRW und hat die Bank viele Jahre geleitet.
1979 rückte die SPD-Frau in den Rat ein. Sie war auch Vize-Bürgermeisterin und nahm in den vergangenen 14 Jahren repräsentative Termine für die Stadt wahr.
Max Morsches ist seit 1965 Mitglied im TV Bensberg. Er betätigte sich zunächst in den
Funktionen Übungs- und Abteilungsleiter der Leichtathletikabteilung als Motor für die
Leichtathletik im Kreis. Namhafte Athleten wie Brigitte Kraus, Henning v. Papen und Wolfdieter Poschmann wuchsen unter seinen Fittichen heran. Er engagierte sich für die Rhönradabteilung des TVB und machte sie im Rheinischen- und Deutschen Turnerbund zu einer der erfolgreichsten Abteilungen. Insgesamt hat Herr Morsches von 1969 an fast 30 Jahre lang als 2. Vorsitzender den Verein geführt. Beispielhaft: der Bau des Vereinsheims im Milchborntal.
Mittlerweile engagiert er sich im Bergischen Geschichtsverein, dessen Rhein-Berg-Vorsitzender er seit 1996 ist.
Die Gründung des Büros und Vereinsheims „GeschichteLokal (GL)“ in der Eichelstraße in Bensberg geht auf seine Initiative zurück. 2006 wurde Morsches mit dem Rheinlandtaler für die Verdienste als Heimatforscher ausgezeichnet.
Michael Herbert Wenzler gründete 1975 mit einigen Bürgern zusammen die Dorfgemeinschaft Moitzfeld. 29 Jahre lang war er Vorsitzender. Auch im kirchlichen Bereich engagierte sich Wenzler stark. Auf seine Initiative wurden Neuerungen in der Gemeinde eingeführt: eine Kinderchristmette zu Heiligabend, ein Pfarrfest mit Erlösen für kirchliche und caritative Zwecke, eine Fußwallfahrt nach Altenberg, ein Offenes Singen zum Ersten Advent, die Belegung von Sitz- und Kniebänken mit Stoff- und Lederbezügen und die Einführung eines Kinder- und Jugendchores.
Besonders großes Engagement zeigt Wenzler im Hilfskomitee Litauen-Weißrussland, zurückgehend auf seine schmerzlichen Kindheitserfahrungen.
Beeindruckend findet die Stadt auch, dass Wenzler fast zehn lang seine Ehefrau, die an Demenz litt, aufopferungsvoll pflegte.
Seit 2005 war eine ständige Betreuung notwendig. Die Ehefrau Wenzler starb am 5. April letzten Jahres. Wenzler war dennoch „glücklich, dass ich meine Frau zu Hause pflegen konnte“.
Waltraud Schneider war von 1989 an 23 Jahre lang Mitglied des Rates. In ihren fünf Wahlperioden wirkte sie in zahlreichen Ausschüsse mit. Schwerpunktmäßig beschäftigte sie sich in den ersten zehn Jahren mit den Themen „Bauen und Verkehr“, aber auch mit „Planung und Umwelt“. Ganz im Vordergrund stand das Thema „Gleichstellung“. Von 1999 bis 2009 war sie sogar Vorsitzende des Ausschusses für die Gleichstellung von Frau und Mann. Ihr starkes frauenpolitisches Engagement, das sich auch auf die Städtepartnerschaft mit Marijampole bezog, wird besonders herausgestellt. Schneider hat das Frauenhaus in Marijampole aufgesucht und über ihre frauenpolitische Arbeit als Mitglied des Rates berichtet. Die letzten beiden Jahre war sie auch noch im Integrationsrat der Stadt aktiv.
Walborg Schröder füllt seit 37 Jahren den Begriff Völkerverständigung mit Leben. Sie widmet sich immer wieder der Begegnung zwischen Russland und den ehemaligen GUS-Staaten auf der einen und Deutschland auf der anderen Seite. Dabei spielte und spielt die große Politik nicht die zentrale Rolle, sondern vielmehr die Verständigung der Menschen. Schröder machte in den frühen 50er Jahren als Bürgerin der ehemaligen DDR ihr Examen als Dolmetscherin der russischen Sprache und arbeitete seitdem ununterbrochen als Übersetzerin. 1962 siedelte sie im Wege der Familienzusammenführung zu ihrem Ehemann in die Bundesrepublik über, seit 1973 wohnt sie in Gladbach. 1991 bis 1993 initiierte sie gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk einige humanitäre Hilfstransporte mit Waren im Werte von knapp einer Millionen Euro nach Moskau und in andere Städte.
Konrad Büscher ist seit über 50 Jahren ehrenamtlich aktiv. Begonnen hat er mit 15 Jahren in der Gruppenleitung der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg in Refrath. Die DPSG gehört zum Bund der Deutschen Katholischen Jugend.
Neben der Gruppenleitung, die er mehr als zehn Jahre ausübte, organisierte und begleitete Büscher Fahrten, Feste und Pfadfindertreffen. Den Kontakt zu den Pfadfindern hat er bis heute gehalten.
Mehr als 45 Jahre war er Mitglied der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft CDA in GL und Mitglied im CDU-Kreisverband. Seit sechs Jahren arbeitet er im Vorstand des Bürger- und Heimatverein Refrath. Seit Gründung von donum vitae Rhein-Berg in 2000 ist Büscher Mitglied, seit sieben Jahren Vorstandsmitglied.
Herbert Stahl widmet sich seit vielen Jahrzehnten der Heimatgeschichte von Stadt und Region. Er gilt als Instanz für alles, was mit Historie der regionalen Kultur und des Handwerks zu tun hat. Mit Leidenschaft und Sorgfalt widmet er sich auch der Geschichte des Bergbaus. An vielen Druckwerken war er beteiligt.
Stahl war 1981 Mitbegründer des Fördervereins des Bergischen Museums für Bergbau, Handwerk und Gewerbe, dessen Neuaufstellung er im vergangenen Jahr durch vehemente Fürsprache anschob. 1982 gründete er mit anderen das Laientheater „Am Strungerbaach“ und war ihr erster Regisseur. In seinem Wohnhaus hat er mit der Zeit ein privates Museum, das „Museum-Stahl“, eingerichtet.
Erika Mundorf setzt sich seit Jahrzehnten „mit außergewöhnlichem und nachhaltigem Engagement für die Belange des Sportes in Bergisch Gladbach und auch überregional“ ein. Ihre ehrenamtliche Karriere begann 1974 beim TV Refrath 1893: Von 1974 bis 1978 war sie Leiterin der Schwimmabteilung. 1978 wurde sie Vize- Vorsitzende des Gesamtvereins. Teilweise parallel dazu, von 1979 bis 1981, übte sie das Amt der Jugendgruppenleiterin der Stadt Bergisch Gladbach, von 1981 bis 2003 das der Jugendleiterin des Landessportbundes NRW aus. 1986 bis 1997 war sie Referentin für Breitensport beim Tennisverband Mittelrhein, in demselben Zeitraum auch Mitglied der Kommission für Breitensport des Deutschen Tennisbundes und dort, von 1993 bis 1997, Mitglied des Ausschusses für Breitensport des Deutschen Tennisbundes.
Seit 1988 ist sie Oberschiedsrichterin für die Regionalliga des Tennisverbandes Mittelrhein.1990 begann sie ihre Arbeit im Stadtsportverband.
