Laut IHK-Herbstumfrage will mehr als ein Drittel der Betriebe im Kreis Stellen streichen, nur neun Prozent wollen Personal einstellen.
IHK-HerbstumfrageRhein-Berg Schlusslicht bei Jobs und Investitionen

Die Umfrage der IHK Köln zeichnet kein gutes Bild der Lage im Rheinisch-Bergischen Kreis.
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Lage im Kreis verschlechtert sich weiter
Die wirtschaftliche Lage im Rheinisch-Bergischen Kreis verschlechtert sich weiter und liegt deutlich unter dem Durchschnitt der Gesamtregion. Das geht aus der aktuellen Herbst-Konjunkturumfrage der IHK Köln hervor, an der 68 Betriebe aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis teilgenommen haben. Während die Unternehmen in der Gesamtregion zumindest etwas weniger pessimistisch sind als noch im Frühjahr 2026, hat sich die Geschäftslage im Rheinisch-Bergischen Kreis im selben Zeitraum weiter verschlechtert.
Mehr als ein Drittel plant Stellenabbau
Besonders deutlich zeigt sich die Krise beim Thema Personal: Mehr als ein Drittel der befragten Betriebe im Rheinisch-Bergischen Kreis plant demnach, Stellen abzubauen. In der Gesamtregion liegt dieser Anteil bei gut einem Viertel, der Kreis übertrifft diesen Wert also erheblich. Auf der anderen Seite wollen lediglich neun Prozent der Unternehmen im Kreis neues Personal einstellen. Diese Schere zwischen geplantem Stellenabbau und geplanten Neueinstellungen verdeutlicht, wie angespannt die Lage auf dem lokalen Arbeitsmarkt ist.
Kreis ist Schlusslicht bei den Investitionen
Noch ungünstiger fällt der Vergleich bei den Investitionen aus. Im Rheinisch-Bergischen Kreis ist der Rückgang besonders ausgeprägt: Fast die Hälfte der Unternehmen gibt an, künftig weniger zu investieren. Nur knapp ein Fünftel plant, die Investitionen zu erhöhen. Bei der vorherigen Umfrage lag dieser Wert noch bei 25 Prozent. Damit ist der Kreis nach Angaben der IHK Köln das regionale Schlusslicht in diesem Bereich.
Risiken für die Wettbewerbsfähigkeit
Ein anhaltender Investitionsstau birgt Risiken für die Wettbewerbsfähigkeit der ansässigen Betriebe und kann mittelfristig auch die wirtschaftliche Substanz der Region schwächen.
Fazit: Unsichere Perspektiven für Beschäftigte und Betriebe
Die Umfrage zeichnet damit für den Rheinisch-Bergischen Kreis ein Bild, das in mehrfacher Hinsicht besorgniserregend ist: Die Geschäftslage verschlechtert sich, der geplante Personalabbau liegt weit über dem regionalen Durchschnitt, und die Investitionsbereitschaft ist so gering wie nirgendwo sonst in der Region. Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Rheinisch-Bergischen Kreis bedeutet das eine zunehmend unsichere Beschäftigungsperspektive. Für die Unternehmen selbst stellt sich die Frage, wie sie unter diesen Bedingungen ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten können.
