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InklusionstagGemeinsamkeit im Alltag ermöglichen

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Auch die Theatergruppe „Mittendrin“ lieferte in der Aula Am Hammer einen Beitrag zum Inklusionstag.

Leichlingen – Der erste Leichlinger Inklusionstag wurde mit tobendem Applaus eingeleitet. Schon zu Beginn seines Auftrittes klatschten und jubelten die Besucher dem Comedian Tan Caglar lautstark zu. „Der Lautstärke nach würde man denken, hier sitzen 10 000 Leute“, scherzte der türkische Rollstuhlfahrer aus Hildesheim. „Da der junge Mann selbst auf vier Rädern unterwegs ist, vertraut man seinen Erzählungen“, sagte Patrizia Heeland, die als Besucherin den Auftritt verfolgte.

Kletteraktion mit Seilzug

Aber nicht nur die Lachmuskeln der Besucher wurden am Sonntagmorgen beansprucht. Auch die Armmuskeln konnten trainiert werden. Vor dem städtischen Gymnasium hatte der Rheinisch-Bergische Kreis einen Rollstuhl-Parcour aufgebaut. Die Kletteraktion war besonders für nicht-rollstuhlfahrende Menschen eine Herausforderung. Mittels eines Seilzuges zogen sich die Freiwilligen, die in einen Rollstuhl gesetzt wurden, an einem Baum hoch.

„Die Aktivitäten sollen sensibilisieren und aufzeigen, dass im Alltag eines Rollstuhlfahrers viele Hindernisse lauern“, erklärte Alexander Bülles, Vorsitzender des Vereins „Crew“. Der Erlebnis- und Freizeit-Verein ist besonders im Bereich der Jugend- und Kinderarbeit aktiv. Mit der Inklusionsveranstaltung wolle man Aufklärungsarbeit leisten, erklärte die Pressesprecherin des Vereins, Pia Wimmershoff.

Auch die Besucherin Patrizia Heeland wurde durch den Rollator ihrer Mutter mit dem Thema konfrontiert. „Meist sind die Bordsteine nicht abgesenkt, sodass es den Gehandicapten sehr schwer fällt, die Gehwege zu passieren. Auch viele Ampelschaltungen sind nicht behindertengerecht gestaltet. Selbst ich schaffe es meist nicht rechtzeitig über die Straße“, so die Besucherin.

Rampe spendiert

„Gemeinsam. Miteinander. Immer.“ so lautete das Motto des Inklusionstages. Dieser Leitspruch wurde vor allem unter den Kooperationspartnern verinnerlicht. Lothar Esser, selbst auf einen Rollstuhl angewiesen, ist Gründer des Unternehmens Pro med serv und verkauft Auffahrhilfen. „Damit auch Rollstuhlfahrer den Weg in unser Clubhaus finden, schenkte uns das Unternehmen Pro med serv eine Rampe“, erzählte die Pressesprecherin des Vereins.

Neben dem Rampenspezialisten war auch der Jungunternehmer Tim Eigenbrodt Aussteller auf der Inklusionsmesse. Unter dem Namen „Happy mit Handicap“ entwickelte der Rollstuhlfahrer ein besonderes Konzept für Menschen mit Behinderung sowie für Senioren. „In unseren Musterräumen können sich Interessierte verschiedene Hilfsmittel, Ausstattungen, Möbel und Einrichtungen für barrierefreies Wohnen anschauen und ausprobieren“, erläuterte Tim Eigenbrodt.

Die Impulsvorträge der unterschiedlichen Einrichtungssprecher dienten als Ratgeber für Betroffene. Katharina Kaul von der Servicestelle für Inklusion „InBeCo“ sprach über alltägliche Hilfsmittel und gab Tipps zur Antragstellung.

Darüber hinaus informierte Petra Hähn über das Freizeitangebot „Menschen mit Behinderungen in Seilgärten“. Die Aktion „oben bleiben“ wurde von mehreren Unternehmen konzeptioniert. Bisher wurden zwei Seilgärten gebaut, die vor allem für Rollstuhlfahrer ausgelegt sind. „Wir sind für die mobile Version eines Seilgartens zuständig“, erzählte Petra Hähn.