Am Rosenmontag rollte der Karnevalszug durch Kürten-Dürscheid. 35 Gruppen machten mit.
KarnevalszugDürscheider feierten auch im Regen

Die Wikinger waren auch da - das Narrenschiff der Knallköpp.
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Morgens Schnee schippen, nachmittags den Karnevalszug bejubeln. Nach dem nächtlichen Schneefall griffen die Dürscheider zur Schaufel und schoben das Weiß weg von den Bürgersteigen. Damit auch alle den bunten Zoch schauen können. Diese Nachbarschaftshilfe kam bei den Dürscheder Mellsäck allerbesten an.

Die Kapellengemeinschaft Spitze als TicTac-er
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35 Gruppen, Grüppcher, Cliquen und Vereine machten den Dürscheder Zoch zu einem karnevalistischen Festakt. Leider mogelte sich auch eine 36. Gruppe in den Zug: Zum Zugstart um 14 Uhr in Oberblissenbach schüttete es aus Kübeln. Hastig griffen alle, die einen Regenschutz hatten, zu diesem und lachten dem miesen Wetter närrisch entgegen. Brings & Co in Dauerschleife: Die Karnevalsmusik auf zahlreichen Festwagen wärmte das jecke Herz und nasse Klamotten.

Gut gelaunt ging es durch Dürscheid, im Hintergrund das Hotel-Restaurant Zur Post
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„Farbenfroh und brilliant, nehmen wir die Jecken an die Hand“, hatten die Mellsäck als Motto ausgegeben für ihren Rosenmontagszug. Carina I. (Kautz) und Frank II. (Hitschke), das Prinzenpaar, waren auch farbenfroh und brillant und schwelgten in jecker Hochform an ihrem Karnevals-Ehrentag.
Zugleiter Florian Dorff, zum 11. Mal mit dieser Aufgabe, freute sich, dass mit dem Sportverein Union Blau-Weiß Biesfeld ein Trüppchen aus Dürscheid-West erstmals mitzog, viele „Fußbälle“ trotzten dem Regen. Die Kürtener Knallköpp lieferten ebenfalls eine Premiere ab, ihr Wagen war einer der größten und als Wikingerschiff ausgestattet.
Prost auf die Knallköpp
„Skal“, „Prost“ riefen die Nordmänner und Nordfrauen aus Dürscheid. Noch eine große Truppe: Zwei große Festwagen und über 50 Personen gingen bei den „Dürscheider Jecken“ mit. Vom frischen Wind im Rathaus berichtete die Kapellengemeinschaft aus Spitze, eine Anspielung auf den neuen Bürgermeister Mario Bredow. Lokalpolitisches war aber ansonsten eher dünn gesät beim Zoch.
Die Kapellenfreunde hatten sich zu TicTac-ern verwandelt, in die bekannten Lutschdragees. Zum dritten Mal dabei, damit ist es Tradition: „Mit Randale im Herzen und Hurra im Blick, farbenfroh durch den Karneval, Stück für Stück“, gab es als Weisheit von der Randala-Hurra-Truppe.
Zug mit Musik
Die Bergische Jeckenbande schickte „Shaun das Schaf“ mit auf den Zugweg, während das Miebacher Konfetti zur Karnevals-Philosophie griff: „Konfetti im Haar, im Schuh, im Bett, so ist das Leben richtig nett.“ Dann die Musikgemeinschaft Bechen, das Blasorchester Dürscheid und der Musikverein Einigkeit Olpe, an Blasmusik fehlte es nicht beim Dürscheder Zoch.
Und für die Sicherheit hatten die Mellsäck nochmals aufgestockt. 20 Einsatzkräfte der Polizei, 10 vom DRK aus Refrath und 20 von den Mellsäck bezahlte Sicherheitskräfte plus Ordnungsamt und 18 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

