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Fördergelder250.000 Euro für den Umbau des Karlheinz-Stockhausen-Platz in Kürten

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Die Skizze zeigt den Stockhausen-Platz nach dem Umbau

Eine Skizze zeigt, wie der Platz nach einem Umbau aussehen könnte

Das Förderprogramm Leader Bergisches Wasserland fördert den Umbau des Karlheinz-Stockhausen-Platzes in Kürten mit 250.000 Euro

Und er wird doch umgebaut, nur etwas abgespeckt, kann man sagen. Es geht um den Karlheinz-Stockhausen-Platz in Kürten. Nach dem politischen Scheitern des großen Umbaus mit Mitteln aus der Städtebauförderung wird nun das Förderprogramm Leader Bergisches Wasserland helfen. 250.000 Euro bewilligte die Jury in ihrer Sitzung am Dienstagabend, die Höchstsumme für Förderprojekte.

Die Förderquote liegt bei 80 Prozent. „Eine Bühne für Kürten“ lautet das Motto, die Randflächen des Platzes sollen deutlich attraktiver gestaltet werden. An den Parkplatzflächen, dem Streitpunkt in den bisherigen Planungen, wird nicht gerüttelt. Hier bleibt alles wie es ist. Kein einziger Parkplatz entfällt.

Abgespeckte Version

„Wir haben uns zwei Tage nach dem Aus des Strukturförderprogramms zusammengesetzt und ein abgespecktes Projekt bei Leader eingereicht“, berichtet Bürgermeister Mario Bredow (parteilos). Er habe die Idee gehabt, sich an Leader zu wenden. Das Förderprogramm half unter anderem vor einigen Jahren beim Umbau des multifunktionalen Dorfplatzes in Biesfeld mit 100.000 Euro.

Rund um das Bürgerhaus sollen die Flächen neugestaltet werden. „Das ist der Kern“, sagt Bredow. Es gehe um den erhöhten Platz neben dem Bürgerhaus, er sei kaum bekannt und werde nicht genutzt. Vor Jahren gab es an dieser Stelle mal einen blauen Pavillon, davon sind nur triste Gerüststangen noch vorhanden. Als „Bühne“ könnte diese Fläche zu einem attraktiven, vielseitigen Ort werden.

Für Veranstaltungen

Eine feste Plattform für Veranstaltungen soll kommen, mit Sitzstufen sowie Aufenthaltsbereichen mit Bepflanzung. Bredow denkt an kulturelle Veranstaltungen, an Konzerten und an Angebote von Vereinen. Ein Ort zum Verweilen soll entstehen. Auch der unscheinbare Durchgangsplatz zwischen Bürgerhaus und Rathaus soll aufgehübscht werden. Eine Balkon zur Sülz könnte entstehen, mit Sicht ins Grüne. Frisches Grün soll Besucher, Passanten oder auch Hochzeitsgesellschaften empfangen und zum Aufenthalt einladen.

Ein Baustein, so Bredow, sei auch ein gemeinschaftliches Mosaikprojekt. Gemeinsam mit einer Künstlerin soll ein Teil der neuen Sitzgelegenheiten von Bürgern kreativ gestaltet werden. „Wir haben das alles mit heißer Nadel gestrickt, es blieben nur zwei Tage Zeit bis zur Frist bei Leader“, erklärt Bredow. Skizzen seien gezeichnet, Pläne entworfen worden.

Video mit dem Kämmerer

Kurz vor knapp dann die Planungen im Leaderbüro eingereicht worden. Für das erforderlich Bewerbungsvideo (zu sehen auf der Internetseite von Leader) sprang Kürtens Kämmerer Sven Schmidt in die Bresche, als Moderator der Ideen stellte er den neuen Anlauf vor. „Das war eine starke Teamleistung, schnell, kreativ und erfolgreich“, sagt Bredow. Auch bei schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen könne etwas zugunsten der Gemeinde bewegt werden. Das ist auch eine Botschaft Bredows.

Fertiggestellt werden muss das Projekt bis Ende 2028. Der Bürgermeister ist optimistisch, dass dies gelingt. Im Ältestenrat, der Runde mit den Fraktionsvorsitzenden, habe er das Bühnenprojekt vorgestellt, überwiegend seien die Reaktionen positiv gewesen.

Auch bei der Interessengemeinschaft Kürten seien die Veränderungen wohlwollend aufgenommen worden. Der Leader-Antrag der Verwaltung soll den Karlheinz-Stockhausen-Platz zu einem aktiven Veranstaltungsort zu machen. Die Bühne könnte für Auftritte beim Weihnachtsmarkt am ersten Adventswochenende genutzt werden.

Neben dem Weihnachtsmarkt finden nur vereinzelt Veranstaltungen auf dem Karlheinz-Stockhausen-Platz statt, Fahrradtrainingstage, Umweltaktionen der IG Klima, die Pflanzentauschbörse oder die Eröffnung der Stockhausen-Tage. Mit dem Bühnenprojekt soll sich das ändern.