Leichlingen – Der Sommer neigt sich dem Ende entgegen. Und Carsten Ehret, Kantor der evangelischen Gemeinde der Blütenstadt, ist zufrieden. Der Grund: Der Leichlinger Orgelsommer war seiner Aussage nach ein „voller Erfolg“. Mehr noch: Der Konzertreigen, der jedes Jahr während der Sommermonate stattfindet und jeweils freitags mit Gastspielen professioneller Organisten und anderer Musiker in der Kirche an der Marktstraße aufwartet, habe dieses Jahr so viele Zuschauer angezogen wie schon lange nicht mehr.
Knapp 900 Menschen seien zu den acht Veranstaltungen im Juli und August gekommen. Die meisten zum Vortrag Michael Porrs: Der Kantor an der Opladener Bielertkirche und Leiter des Leverkusener Bachchores begeisterte mehr als 160 Menschen mit seinem facettenreichen Programm aus alter Musik, neuer Musik, Jazz und Eigenkompositionen. „Natürlich spielte bei diesem Konzert auch die Herkunft des Interpreten eine Rolle“, sagt Ehret. Porr sei ob seiner mannigfachen Engagements eben bekannt in der Gegend. Und auch er selbst als Kantor der Blütenstadt zöge vielleicht mehr Hörer an als andere Musiker, die von weiter her anreisten, um ihre Kunst an diesem alten Instrument zu präsentieren.
Indes: Dass die Menschen aus Leichlingen und der Region die Konzerte dieses Festivals so gut annehmen liegt zweifelsohne auch an der liebevollen und kompetenten Zusammenstellung des Orgelsommer-Programms: Ehret achtete einmal mehr darauf, Besonderes zu bieten. Musik, die den ganzen Kanon der Orgelliteratur abbildet und mitunter sogar darüber hinaus geht – etwa bei den Auftritten des Posaunequartetts Pospurtal aus Rheinhessen, das mit Ehret gemeinsam spielte. Oder beim Gastspiel des Barockensembles Concerto Royal aus Köln, mit dem sich die Organisten Karla Schröter und Willi Kronenberg zusammentaten.
Nun sitze er schon am Programm für den Orgelsommer 2020, sagt Ehret. Und kündigt an, dass der Altenberger Domorganist Andreas Meisner das Festival im kommenden Jahr eröffnen werde. „Mehr verrate ich allerdings noch nicht“, betont er. Muss er auch nicht, denn: Überraschungen sind ohnehin viel schöner. Und die Leute werden auch so wiederkommen. Ganz sicher.
