Weil die Statik eine Aufstockung nicht erlaubte, muss neu gebaut werden. Die Arbeiten dienen dem Ausbau der Offenen Ganztagsschule.
ErweiterungIn den Ferien wird der Westtrakt der Grundschule in Blecher abgerissen

Die Container schweben auf den Schulhof ein.
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Die ersten zwei Unterrichtscontainer sind eingeschwebt und stehen nun mitten auf dem Schulhof. Zwar wird an der KGS Blecher - wie anderswo im Land auch - in den nächsten Wochen wegen der Sommerferien gar kein Unterricht stattfinden, trotzdem kommen die provisorischen Unterrichtsräume für die Schule zur rechten Zeit. Denn die Bauarbeiten zur Erweiterung des Gebäudekomplexes sollen noch in den Ferien beginnen.
Vieles könne laut Verwaltung später im laufenden Schulbetrieb erfolgen, doch die lärm- und schmutzintensivsten Arbeiten, die mit dem Abriss des Westtrakts verbunden sind, sollen in der unterrichtsfreien Zeit ab Montag durchgeführt werden. Und dafür muss der Gebäudeflügel vorher leergeräumt sein.
Die Erweiterung soll mehr Platz für den Offenen Ganztag schaffen
Die bauliche Erweiterung dient dem Ziel, mehr Raum für die Offene Ganztagsschule (OGS) anbieten zu können. In der Vergangenheit war es fast jedes Jahr zu Engpässen gekommen, gab es mehr Anmeldungen als Plätze, somit Wartelisten, beziehungsweise Notgruppen. Zwar meldete die Verwaltung im Mai, dass für das kommende Schuljahr 2026/27 die OGS-Plätze erstmalig nach langer Zeit wieder ausgereicht hätten, doch der Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz besteht auch weiterhin und darauf will die Gemeinde vorbereitet sein.
„Durch die Baumaßnahme entstehen zusätzliche Räume für Betreuung, Lernen und gemeinsames Miteinander. Gleichzeitig werden bestehende Bereiche modernisiert und an die zukünftigen Anforderungen angepasst“, erläutert die Verwaltung vor Baustart. Ziel sei, „den Schülerinnen und Schülern auch in Zukunft eine hochwertige Betreuung und ein modernes Lernumfeld bieten zu können“ und damit den gesetzlichen Anspruch auf eine ganzheitliche Betreuung und Förderung Odenthaler Grundschulkinder zu sichern.
Mindestens bis September 2027 muss die Schule mit den Bauarbeiten leben
Mindestens bis September 2027 wird die Schulgemeinschaft wohl mit den Arbeiten leben müssen. Zunächst werde die Baustelle eingerichtet, dann erfolge der Teilabriss des Westtrakts bis auf die Mensa (Multifunktionsraum), schließlich solle der Neubau errichtet, Bestehendes saniert und die Außenanlage neu gestaltet werden, skizziert die Projektleitung den Ablaufplan.

Die Visualisierung des Architekturbüros zeigt die Zukunft der KGS Burg Berge.
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Im Verlauf des Schuljahres 2026/2027 sollen Rohbauarbeiten erfolgen: Bestehende Gebäudeteile aufgestockt, der neue Trakt gebaut und die Technik der Schule ausgebaut werden. „Nach Fertigstellung wird das Gebäude künftig über drei statt bisher zwei Geschosse verfügen“, so die Verwaltung.
Die Statik des Westtraktes reichte für eine zusätzliche Etage nicht aus
Zerschlagen hatte sich im Vorfeld der Planung die Hoffnung der Politik, man könne den noch gar nicht so alten Westtrakt, der aus den Jahren 1985 und 2017 stammt, lediglich aufstocken, um Platz zu gewinnen. Das aber sei aus statischen Gründen nicht möglich gewesen, bedauert die Verwaltung: „Die vorhandene Tragkonstruktion beziehungsweise die bestehenden Wände waren nicht ausreichend dimensioniert, um ein zusätzliches Geschoss dauerhaft aufzunehmen. Aus diesem Grund wurde die Entscheidung getroffen, den Gebäudeteil abzubrechen und durch einen Neubau zu ersetzen.“
Die tatsächlichen Gesamtkosten der Baumaßnahme könnten derzeit noch nicht verlässlich beziffert werden, betont die Verwaltung. Als Haushaltsmittel eingestellt sind insgesamt acht Millionen Euro. Die Gesamtkosten hingen unter anderem von den Ergebnissen der Ausschreibungen und Submissionen sowie von der Vergabe der einzelnen Gewerke ab. Der Umbau werde von der Bezirksregierung Köln im Rahmen des „Ganztagsausbau“ finanziell gefördert.
Der Leimbacher Weg soll befahrbar bleiben
Während der Bauarbeiten soll der Leimbacher Weg aus beiden Richtungen befahrbar bleiben. Lediglich aus Richtung Hauptstraße/Rosenweg sei eine Durchfahrt bis zum Wendehammer während der Bauzeit nicht möglich, erklärt die Verwaltung. Die Straße ist von dieser Seite aus nur bis zur Baustelleneinrichtung befahrbar. Die Baustellenzufahrt soll über den Leimbacher Weg erfolgen.
Hier könne es zeitweise zu erhöhtem Baustellenverkehr, kurzfristigen Wartezeiten sowie temporären Halte- und Parkverboten kommen, kündigt die Verwaltung an. Die Gemeinde und alle am Bau Beteiligten seien bemüht, die Auswirkungen auf die Nachbarschaft auf das notwendige Maß zu beschränken.
