Die Belkaw rüstet ab August die Straßenlaternen in Odenthal auf LED-Technik um
LeuchtmittelBelkaw rüstet Odenthals Straßenlaternen um

In Odenthal werden die Straßenlaternen erneuert
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In der Gemeinde Odenthal gibt es exakt 1635 Straßenlaternen. Bislang sind davon nur 175 auf LED-Technik umgerüstet. Jetzt bewegt sich etwas: Ab August werden alle Leuchten mit moderner LED-Technik ausgestattet. Zuständig ist der Energieversorger Belkaw, aus Bergisch Gladbach, der sich nach eigener Aussage in einer Ausschreibung gegen elf Mitbewerber durchgesetzt hat.
Das Projekt wird gefördert durch die „Nationale Klimaschutzinitiative“ des Bundesumweltministeriums. Durch eine intelligente Steuerung spart die Gemeinde Odenthal durch die Umstellung mindestens 50 Prozent Strom. Eigentümer der Straßenlaternen ist die Kommune, die sie vor einigen Jahren für knapp 1,4 Mio. Euro (netto) von der Belkaw übernommen hatte.
Was passiert jetzt konkret? Der Belkaw-Partner RheinNetz GmbH ist für den Wechsel der Straßenlaternen zuständig. Mitarbeiter fahren in den nächsten Wochen mit ihren Spezialfahrzeugen durch das Gemeindegebiet von Odenthal und wechseln nach und nach sämtliche Leuchtmittel aus.
70 Kilometer Leitungen
Das Kabel-und Leitungsnetz sei etwa 70 Kilometer lang, berichtet Michael Kitzel (RheinNetz). Über 73 Verteilerstationen laufe der Strom zu den Straßenlaternen. Nicht nur die Länge des Netzes ist herausfordernd: Auch werden die LED-Leuchten in mehreren Phasen ausgetauscht. Anwohner würden vorher informiert, betont die Belkaw.
Außerdem wird ein Managementsystem für die Laternen eingerichtet, damit lasse sich das Netz intelligent steuern. „Wir freuen uns sehr, dieses Projekt gemeinsam mit der RheinNetz und der Gemeinde Odenthal umzusetzen. Hier kommen drei wichtige Themenfelder zusammen, für die die Belkaw steht: Innovation, Nachhaltigkeit und Zuverlässigkeit“, schildert Belkaw-Geschäftsführerin Dr. Silke Katharina Berger das Projekt.
Der Energieversorger unterstütze die Gemeinde Odenthal durch die energetische Sanierung nicht beim Sparen von Ressourcen, sondern stelle mit dem modernen Managementsystem gleichzeitig auch sicher, dass es dort hell sei, wo tatsächlich Licht gebraucht werde.
Intelligente Steuerung
„Durch die intelligente Steuerung der neuen Beleuchtung können wir den Energieverbrauch um mindestens 50 Prozent senken und gleichzeitig für eine bedarfsgerechte Ausleuchtung unserer Straßen sorgen“, freut sich auch Laura Lundberg, Bürgermeisterin der Gemeinde Odenthal. Nach Berechnungen eines Ingenieurbüros „fressen“ die Odenthaler Straßenlaternen derzeit 103.000 Euro im Jahr. Die Laternen seien im Durchschnitt 35 Jahre alt, jede Laterne leuchte im Jahr etwa 4030 Stunden.
Viele Leuchten seien vergilbt und mit Leuchtmitteln ausgestattet, die keine lange Lebensdauer hätten. Zu der geplanten Umrüstung auf die energiesparende LED-Technik gebe es keine Alternative. Außerdem seien die neuen Leuchten insektenfreundlicher. Durch die Einführung der LED werde die Gemeinde schon im ersten Betriebsjahr 56 Prozent der Energie sparen, umgerechnet 58.000 Euro. Auch in der Nachbarkommune Kürten wird der Austausch der Leuchtmittel seit einiger Zeit angestrebt.
Die Situation ist vergleichbar: Die Technik ist veraltet, die 1800 Kürtener Laternen gelten ebenfalls als Stromfresser. Und wie Odenthal hat die Gemeinde Kürten die Straßenlaternen der Belkaw abgekauft. Ein Umtausch der Leuchtmittel auf LED steht in Kürten allerdings noch bevor.
