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SportmilliardeOdenthal bewirbt sich mit drei sanierungsbedürftigen Projekten um Bundesgeld

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Blick durch das grüne Netz eines Fußballtores auf einen Jungen, der gerade einem Ball hinterherschaut.

Auch der SV Altenberg möchte von der „Sportmilliarde“ profitieren und seinen Kunstrasenplatz erneuern.

Auf der Wunschliste stehen die Turnhallen in Voiswinkel und Eikamp sowie ein Kunstrasenplatz für den SV Altenberg. Gefördert werden 75 Prozent.

Mit drei Projekten bewirbt sich die Kommune Odenthal um Geld aus dem Förderprogramm des Bundes zur Sanierung kommunaler Sportstätten, besser bekannt unter der Bezeichnung „Sportmilliarde“. Das Geld stammt aus dem Sondervermögen „Infrastruktur“ des Bundes und ist für sanierungsbedürftige Sporthallen, Bäder und Sportplätze gedacht. Besonders klamme Kommunen wie Odenthal, die sich im Nothaushalt befinden, werden dabei mit 75 Prozent der Investitionskosten unterstützt, 25 Prozent müssen als Eigenanteil selbst aufgebracht werden.

Rechtzeitig vor dem Stichtag 15. Januar habe man beim Fördergeldgeber die sanierungsbedürftigen Turnhallen in Voiswinkel und in Eikamp benannt sowie den Kunstrasenplatz des SV Altenberg, so André Schade, Fachbereichsleiter Bauen und Technische Dienste. Die Interessensbekundung sei allerdings nur der erste Schritt, erklärte er. Sollte Odenthal mit einem oder sogar mehreren der Sanierungsfälle berücksichtigt werden, müsse im nächsten Schritt der formelle Förderantrag eingereicht werden.

Die Turnhallen in Voiswinkel und Eikamp sind renovierungsbedürftig

Die Sanierungskosten für die Turnhalle Voiswinkel beziffert die Verwaltung mit 1.480.000 Euro (Eigenanteil rund 370.000 Euro). Die Turnhalle Eikamp schlüge mit 1.565.000 Euro zu Buche (Eigenanteil circa 392.000 Euro). Der Kunstrasenplatz des SV Altenberg dürfte rund 400.000 Euro kosten. Hier hat der Sportverein zugesagt, den Eigenanteil in Höhe von rund 100.000 Euro selbst übernehmen zu wollen.

Angestoßen hatte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen die Bewerbung um die Mittel, und der Gemeinderat war dem mehrheitlich gefolgt, einstimmig sogar im Falle des SV Altenberg, da die Gemeinde hier nicht mit einem Eigenanteil belastet würde.

Der SV Altenberg will den Eigenanteil für den Kunstrasen selbst stemmen

2010 hatte der SV Altenberg einen Kunstrasenplatz erhalten. Nach 15 Jahren neige sich die Lebensdauer des Kunstrasens dem Ende zu, erläuterte Timo Esser-Bendel, Trainer und Projektleiter beim SV Altenberg. „Der Platz wird stark bespielt, es gibt viele durchgescheuerte Flächen und Schäden“, erklärte der Trainer mit Blick auf allein rund 16 Jugend- und drei Seniorenmannschaften, die hier regelmäßig trainieren.

2021 und in einem Folgejahr habe der Platz zudem unter Wasser gestanden, mehrfach habe man die Anlage in Eigenregie ausgebessert und seit 2010 eine Rücklage von 100.000 Euro gebildet, die der Verein nun für den neuen Kunstrasen einsetzen möchte, um auch in Zukunft für Sportler attraktiv zu sein.