Der Gemeinderat stimmt für abgespeckte Pläne bezüglich neuer digitaler Tafeln
OdenthalUmfangreiche Digitalisierung der Klassen ist zu teuer

Vier digitale Tafeln soll es für das Gymnasium und eine für die Grundschule geben.
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Schwer abgespeckt wurden die Pläne der Verwaltung, das Gymnasium und den Grundschulverbund Odenthal-Neschen mit neuen digitalen Tafeln auszustatten. Vier neue Tafeln hatte sie ursprünglich im Haupt- und Finanzausschuss für die Gymnasialklassen vorgeschlagen, die im Sommer in den Containerbau am Dhünntalstadion umziehen sollen, zudem mindestens eine Tafel für die Grundschule Odenthal, die eine neue Klasse aufnimmt.
Um die Klassen aber technisch einheitlich auszustatten, hatte die Verwaltung für eine komplette Erneuerung der digitalen Tafeln im Grundschulverbund Odenthal-Neschen plädiert. Angesichts der Kosten von rund 90.000 Euro sperrte sich die Politik.
Maximal 45.000 Euro will die Gemeinde nun ausgeben
Im Gemeinderat ruderte die Verwaltung zurück. Obwohl es nach wie vor gute Gründe für den umfassenderen Vorschlag gebe, so Andreas Halfmann, als Fachbereichsleiter auch für das Schulverwaltungsamt zuständig, reduziere man den Beschlussvorschlag auf vier Tafeln für das Gymnasium und eine für die zusätzliche Grundschulklasse.
„Eigentlich bräuchten wir ein Medienentwicklungskonzept“, meinte Halfmann, das sei aber in der Kürze der Zeit bis zum Umzug nicht zu schaffen. Maximal 45.000 Euro will die Gemeinde nun ausgeben, zuvor aber noch die Möglichkeit prüfen, ob die Grundschule Blecher eine ihrer Tafeln befristet verleihen kann.
Tafeln für 37.500 Euro zu mieten, bewertete die Verwaltung als unwirtschaftlich
Zuvor hatte die Verwaltung die finanziellen Alternativen errechnet: neun Tafeln (fünf für die Grundschule Odenthal und vier für das Gymnasium) würden rund 60.000 Euro kosten, 13 Tafeln (zusätzlich vier Tafeln für Neschen) würden mit 106.000 Euro zu Buche schlagen. Die Möglichkeit, Tafeln für 37.500 Euro zu mieten, bewertete die Verwaltung als unwirtschaftlich.
Das Geld für die Neuanschaffungen will man von dem Betrag nehmen, den man eigentlich für die neue Heizungsanlage des Schulzentrums vorgesehen hatte, deren Einbau sich aber verzögert. Mit der abgespeckten Anschaffung konnte die Mehrheit von CDU, Grünen und SPD leben. FDP und AfD stimmten dagegen.

