Über hundert Ehrenamtliche und innovative Projekte prägten das engagierte Overather Stadtfest auf dem Bahnhofplatz mit vielfältigem Programm.
Gemeinsam feiernEhrenamt prägt das Overather Stadtfest

Ein Fest, um etwas zu erleben und sich zu treffen: Das Overather Stadtfest (hier beim Auftritt der Overather Schiffermädchen) hat sein ganz eigenes Flair.
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Bunte Lichter, lachende Menschen und laute Musik: Auf dem Bahnhofplatz wurde getanzt, an den Ständen angestoßen und vor der Bühne mitgesungen. Nach einem eher regnerischen Freitag war am Samstag beim Overather Stadtfest deutlich mehr los. Mitorganisator Andreas Koschmann schätzt, dass am Abend rund 2500 Menschen in der Stadt unterwegs waren. Bis in den Abend hinein herrschte dichtes Gedränge zwischen Bühne, Ständen und Weindorf.

Bund und vielfältig engagiert ist die Vereinsmeile am Sonntag des Overather Stadtfestes.
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Schon am Nachmittag füllte sich die Stadtmitte. Um 15 Uhr startete das Programm mit den Overather Kindertanzgruppen, die nicht nur die jungen Tänzerinnen und Tänzer, sondern auch Eltern, Großeltern und Freunde auf den Platz lockten. Im Laufe des Abends wandelte sich die Stimmung: Aus dem Familienprogramm wurde eine große Party.
Schon ein Ausblick auf Karneval beim Overather Stadtfest
Nach der Vorstellung des Prinzenpaares mit Prinz Dirk II. und Prinzessin Heike begann der musikalische Teil. Loss Jonn machte den Anfang, anschließend traten die Steinenbrücker Schiffermädchen auf. Mit Lupo nahm die Stimmung noch einmal richtig Fahrt auf, bevor Kuhl un de Gäng den Abend musikalisch ausklingen ließen. Wer es ruhiger mochte, konnte im Weindorf Platz nehmen, das in diesem Jahr mit zusätzlicher Dekoration noch gemütlicher gestaltet worden war. Dort saßen die Gäste bei einem Glas Wein zusammen, während die Musik von der Bühne herüberklang.

Die Musiker von Lupo traten am Samstag beim Overather Stadtfest auf.
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Viele Ehrenamtler wie Angela und Stefan halfen beim Fest.
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Während vorne gefeiert wurde, liefen hinter den Kulissen die Fäden zusammen. Organisiert wird das Stadtfest von einem Kernteam aus rund zehn Personen. Die Arbeit beschränkt sich längst nicht auf die drei Festtage: Vor- und Nachbereitung dauern insgesamt rund sieben Tage. Mehr als 100 Ehrenamtliche halfen allein beim Getränkeausschank. Am Samstagabend unterstützte dabei die KG Spass am Karneval.
Organisatoren vom Stadtmarketing-Verein OVplus haben Fest immer weiterentwickelt
Einer, der den Überblick behalten muss, ist Andreas Koschmann. Im Organisationswagen beobachtet er mit seinem Team das Geschehen, koordiniert Abläufe und schaut, wo Hilfe gebraucht wird. Auch das Sicherheitskonzept der vergangenen Jahre sei fortgeführt worden und habe erneut gut funktioniert, sagt er.

Auch eine Delegation aus Overaths Partnerstadt Perenchies besuchte das Fest, hier mit Bürgermeister Michael Eyer (l.) bei Ehrenbürger Norbert Kuhl (r.) von der Humanitären Hilfe Overath.
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Neu war in diesem Jahr der Einsatz künstlicher Intelligenz. In einem Pilotprojekt analysierte eine Overather Firma die Publikumsströme. Untersucht werden soll, wie sich die Menschen über das Festgelände bewegen und wo es besonders voll wird. Die Erkenntnisse könnten künftig helfen, den Aufbau an einzelnen Stellen zu verändern und Besucher besser über das Gelände zu verteilen.
Neu beim Stadtfest: Volunteer-Crew der Kinder- und Jugendhilfe Maria Schutz
Ein zweites Pilotprojekt war die Volunteer-Crew der Kinder- und Jugendhilfe Maria Schutz gemeinsam mit OVplus. Rund 25 Kinder und Jugendliche waren zum Auftakt dabei. Sie sollten nicht nur zuschauen, sondern selbst mit anpacken und Verantwortung übernehmen. Je nach Alter und Interesse halfen sie beim Auf- und Abbau, in der Logistik sowie im Green oder Media Team. Auch Angela war zum ersten Mal dabei. Sie brachte Gläser weg, half beim Aufräumen und richtete Zäune wieder auf. Fünf Stunden lang war sie im Einsatz, danach gab es ein Zertifikat und eine kleine Anerkennung fürs Taschengeld.

Bücher für den guten Zweck von Humanitärer Hilfe Overath (HHOV) und der Aktion "Bergisches Bücherherz"
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Der Erlös der "Bergische Bücherherz"-Aktion kommt dem nächsten Hilfskonvoi der Humanitären Hilfe Overath in die Ukraine zugute.
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Hinter dem Projekt steckt mehr als die Suche nach zusätzlichen Helfern. Die Jugendlichen sollen Verantwortung übernehmen, im Team arbeiten, eigene Stärken entdecken und erste Erfahrungen in der Berufswelt sammeln. Künftig sollen auch Overather Unternehmen eingebunden werden, erzählt Koschmann. Aus ersten Kontakten könnten so etwa Praktikumsplätze oder andere Möglichkeiten für die Jugendlichen entstehen.
Die vielen Ehrenamtlichen aus den Overather Vereinen machen Stadtfest besonders
Für Koschmann sind es vor allem die vielen Ehrenamtlichen aus den Overather Vereinen, die das Stadtfest besonders machen. Sie schenken Getränke aus, helfen beim Auf- und Abbau und packen dort mit an, wo sie gerade gebraucht werden. „Die ganzen Ehrenamtlichen aus den Overather Vereinen machen das Stadtfest zu einem Fest von Overathern für Overather“, sagt er.
Und genau das war an diesem Wochenende zu spüren: Vereine, Familien, Jugendliche und Ehrenamtliche feierten gemeinsam ihre Stadt – und sorgten zugleich dafür, dass andere feiern konnten. Ganz nach dem Motto: „Hee dun ich levve & fiere.“
