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Rhein-BergFeuerwehr wünscht sich bessere Ausrüstung für harte Einsätze

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Hitzewellen im Sommer sollen häufiger werden – und damit steigt die Waldbrandgefahr (wie hier in Wüstenherscheid).

Rhein-Berg – Kreisbrandmeister Wolfgang Weiden sieht die kommunalen Feuerwehren im Kreis für großflächige Brände etwa in den Wäldern gut aufgestellt. Er wünsche sich aber noch mehr Unterstützung durch das Land und führe darüber aktuell Gespräche mit Landespolitikern.

Konkret zählen dazu Vorrichtungen für eine Waldbrandbekämpfung aus der Luft. Die nächstgelegenen Polizeihubschrauber seien zwar im nahen Sankt Augustin stationiert, gehörten aber zur Bundespolizei und würden darum bundesweit eingesetzt, sagte Weiden in der jüngsten Sitzung des Kreis-Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales.

Auch seien eine Erweiterung des Fahrzeugparks um allradbetriebene Löschfahrzeuge sowie bessere Einsatzbekleidung wünschenswert. Weiden: „Unsere bisherige Schutzkleidung ist für Einsätze in Gebäuden ausgerichtet und viel zu schwer und heiß für eine lange Wald- und Flächenbrandbekämpfung.“ Im Sommer hätten Temperaturen von bis zu 38 Grad geherrscht; bei einem Industriebrand im Südkreis habe man „sehr auf die Einsatzkräfte achten müssen, dass sie nicht kollabieren“.

Gut aufgestellt

Weiden beantwortete eine Anfrage der Kreistagskoalition aus CDU und Grünen. Die beiden Fraktionen hatten laut Grünen-Politiker Marc Nohl vor Hintergrund des Klimawandels nach der Situation der Wehren gefragt. Weiden sagte, die kommunalen Feuerwehren seien „im Grundsatz gut aufgestellt für die erwartbaren Szenarien“. Allerdings sei nicht alles planbar, wie zuletzt der Flächenbrand an der Siegburger Bahnstrecke gezeigt habe, der auf ein Wohngebiet übergegriffen habe.

Für den vorbeugenden Brandschutz in Wäldern sind laut Weiden in NRW die Waldeigentümer, zumeist also der Landesbetrieb Wald und Holz, zuständig. Sollte es einen Brand geben, sei zunächst die kommunale Feuerwehr gefragt, danach komme die „überörtliche Hilfe“ zum Zuge und schließlich die „erweiterte überörtliche Hilfe“. Im Kreis gebe es verschiedene große Übungen. „Wir fahren aber nicht in den Wald, um spritzen zu üben.“

Thema sei aber die richtige Einsatztaktik, zuletzt sei im Führungsstab 2017 eine große Waldbrandlage in Odenthal geübt worden. Noch in diesem Jahr findet in Rhein-Berg eine weitere Großübung statt: die Versorgung von 50 verletzten Patienten an einem eigens eingerichteten Behandlungsplatz. An der Übung sollen 140 Einsatzkräfte teilnehmen.