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Seit 2020Millionenschaden durch Geldautomatensprengungen in Rhein-Berg

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Die Wucht der Detonation war im Februar bei der Sprengattacke auf den Geldautomaten am Dürscheider Supermarkt deutlich zu sehen – die nächsten Anwohner waren glücklicherweise weit genug weg.

Rhein-Berg/Düsseldorf – Durch die Sprengung von Geldautomaten sind seit 2020 allein im Rheinisch-Bergischen Kreis fast 1,2 Millionen Euro Schaden entstanden. 2020 gab es zwei Sprengungen im Kreisgebiet, 2021 fünf und 2022 vier (Stand 7. Juli). Das geht aus einer Antwort des NRW-Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage des Bergisch Gladbacher AfD-Landtagsabgeordneten Carlo Clemens und zweier Fraktionskollegen hervor.

Auf die Frage, wie die Landesregierung die Gefahren für Personen und Infrastruktur bewerte, antwortet Innenminister Herbert Reul (CDU): „Aufgrund der deutlich höheren Sprengwirkung von festen Explosivstoffen im Vergleich zu Sprengungen mit Gas entstehen regelmäßig hohe Schadensbilder an Gebäuden und der umliegenden Infrastruktur mit unkalkulierbaren Gefahren für unbeteiligte Dritte sowie eingesetzte Kräfte.“

Reul: Aspekt der Gefahrenabwehr wichtiger

Vor diesem Hintergrund, so Minister Reul weiter, gewinne der Aspekt der Gefahrenabwehr bei der Bekämpfung des Deliktphänomens an Bedeutung. Nach den weiteren Angaben aus dem Ministerium ist die Zahl der Geldautomatensprengungen NRW-weit übrigens in allen drei Jahren dreistellig gewesen: Nach 176 im Jahre 2020 waren es 152 in 2021 und 105 bis zum 7. Juli 2022.

Die Schäden lagen 2020 bei knapp elf Millionen Euro, 2021 bei knapp 15 Millionen und in diesem Jahr bei fast elf Millionen Euro. Dabei handelt es sich sowohl um Gebäudeschäden als auch um gestohlene Geldscheine. Das Foto zeigt die jüngste Automatensprengung, die sich in der Nacht zum 29. Juni in Rösrath zutrug. Aus Sicherheitsgründen mussten seinerzeit 32 Menschen vorübergehend ihre Wohnungen verlassen.