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StärkungspaktIn Rhein-Berg sind noch 700.000 Euro Landesgelder zu verteilen

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Helferinnen in einer Tafel packen Kisten mit Lebensmitteln für die Kundinnen und Kunden. (Symbolbild)

Die Tafel-Vereine in NRW und andere Sozial-Organisationen sollen durch die Hilfen vom Land gestärkt werden.  (Symbolbild)

Bis zu 1,6 Millionen Euro gibt das Land für den NRW-Pakt gegen Armut – aber nur bis zum Jahresende. 700.000 Euro sind noch da.

Boshaft könnte man es als Luxusproblem der Armutsbekämpfer bezeichnen, doch das würde dem Thema nicht gerecht: Die Sozialverwaltung im Kreishaus arbeitet gemeinsam mit ihren Rathauskollegen intensiv daran, dass es gelingt, die für Rhein-Berg reservierten mehr als 1,6 Millionen Euro Fördergelder aus dem „Stärkungspakt NRW – gemeinsam gegen Armut“ bis zum Jahresende komplett abzurufen.

Aktuell warten noch 700.000 Euro auf Abnehmerinnen und Abnehmer. Die finanziellen Hilfen des Landes sollen laut Sozialdezernent Markus Fischer „Einrichtungen der sozialen Infrastruktur wie beispielsweise Tafeln, Beratungsstellen oder Kleiderkammern zugutekommen, die durch die steigenden Preise für Energie und Lebensmittel in Schwierigkeiten geraten sind“.

Das ist durchaus eine Herausforderung, denn so ein Jahr ist ja schnell um.
Kreis-Sozialdezernent Markus Fischer

Auf einen entsprechenden Förderaufruf des Kreises hatten bis zum 21. August genau 69 Institutionen Bedarf in Höhe von 700.000 Euro angemeldet. Laut Fischer werden „neben Tafeln, Kleiderkammern und Beratungsstellen auch Seniorenbegegnungsstätten, Kindertagesstätten sowie Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche aus einkommensarmen und -schwachen Haushalten gefördert.“ Darüber hinaus würden auch mehreren Einrichtungen und Trägern Mittel aus dem Stärkungspakt zur Gewährung von Einzelfallhilfen, etwa als Lebensmittelgutscheine, bewilligt.

Bis zum 11. September, also zur Sitzung des Kreissozialausschusses, haben sich die verteilten Mittel erneut erhöht, und zwar um 200.000 auf jetzt  900.000 Euro. In der Sozialausschusssitzung im Kreishaus zeigte sich Fischer am Montagabend zuversichtlich, dass es gelingen werde, in Zusammenarbeit mit den Rathausverwaltungen auch die restlichen 700.000 Euro nach dem vom Land vorgegebenen Zweck entsprechend zu verteilen. „Das ist durchaus eine Herausforderung, denn so ein Jahr ist ja schnell um“, sagte der Sozialdezernent.

Rhein-Berg-Dezernent: Alle Verwaltungen sind „hoch engagiert“

Die Mobilisierung der bedürftigen Institutionen für den Stärkungspakt müssen die Sozialverwalter in den Amtsstuben neben ihrer üblichen Arbeit leisten. Gelingt ihnen der Abruf der Mittel nicht oder nicht vollständig, müssen sie sich dafür schelten lassen.

In seinem schriftlichen Bericht an den Ausschuss versicherte Fischer:  „Alle Kommunen haben gemeinsam mit dem Rheinisch-Bergischen Kreis ein großes Interesse, die noch verbleibenden und ausschließlich in 2023 zu verwendenden Mittel … für zweckentsprechende Maßnahmen einzusetzen und damit zur Entlastung der Zielgruppe im Sinne des Stärkungspakts beizutragen. Dieses Ziel wird mit hohem Engagement von allen Beteiligten verfolgt.“ Die Ausschussmitglieder nahmen die Ausführungen unkommentiert zur Kenntnis.