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Batterie und BetrugPolizei Rhein-Berg gibt Tipps zum Kauf von gebrauchten E-Autos

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Ein Elektroauto steht in der Innenstadt an einer Ladesäule

Beim Kauf eines gebrauchten E-Autos sollten Interessierte unter anderem auf die Batterie und die Reichweite achten. (Symbolbild)

Über fünf wichtige Dinge, auf die Kaufinteressierte beim Erwerb eines Elektrofahrzeugs achten sollten, klärt die Polizei auf.

Batteriezustand, Ladehistorie und realistische Reichweite sind Faktoren, die beim Kauf eines gebrauchten E-Autos beachtet werden müssen – und nicht immer leicht einzuschätzen sind. Deshalb hat die Polizei Rhein-Berg fünf Tipps zusammengestellt, die Kaufinteressenten dabei helfen sollen, vor Vertragsabschluss die richtigen Fragen zu stellen.

Tipp 1 – Batteriezustand: Die Batterie ist eines der zentralen Bausteine eines Elektroautos. Allerdings ist ihr Zustand von außen nicht erkennbar. Hilfreich ist deshalb nach Angaben der Polizei ein Batterie-Zertifikat oder ein Nachweis über den sogenannten „State of Health“. Allerdings fehle aktuell noch ein solcher Nachweis als flächendeckender Standard – obwohl sich der Anteil der Elektro-Inserate mit Zertifikat innerhalb eines Jahres von knapp acht Prozent auf 19 Prozent mehr als verdoppelt habe.

Ladegewohnheiten sollten laut Polizei vorab in den Blick genommen werden

„Wer ein gebrauchtes Elektroauto kauft, sollte den Batteriezustand genauso sorgfältig prüfen wie den Kilometerstand bei einem Verbrenner und bestenfalls ein Batterie-Zertifikat verlangen“, erklärt Silvia Schattenkirchner, Leiterin Verbraucherrecht beim ADAC und Sprecherin der Initiative „Sicherer Autokauf im Internet“ (ISAK), zu der unter anderem auch die Polizeiliche Kriminalprävention gehört und die praxisnahe Orientierung beim Kauf eines gebrauchten E-Autos gibt.

Tipp 2 – Reichweite: Wenn es um die Reichweite geht, rät die Polizei darauf zu achten, dass die vom Hersteller angegebene Reichweite immer realistisch eingeordnet werden sollte. Fahrweise, Außentemperatur sowie Heizung oder Klimaanlage würden die tatsächliche Reichweite deutlich beeinflussen. Und auch die Ladegewohnheiten sollten in den Blick genommen werden. Folgende Fragen schlägt die Polizei für Kaufinteressierte vor: „Wie weit kam das Fahrzeug im Alltag? Wie wurde es überwiegend geladen? Wurde der Akku regelmäßig sehr voll oder sehr leer gefahren? Zusätzlich: Ist das Fahrzeug schnellladefähig - und welche Ladeleistung unterstützt es an AC- und DC-Ladepunkten?“

Auch die Auseinandersetzung mit der Ausstattung lohnt sich

Tipp 3 – Garantie und Wartung: Obwohl viele Hersteller eine Batterie-Garantie von acht Jahren oder 160.000 Kilometern gewähren würden, sollten Kaufinteressierte auf die genauen Bedingungen achten, teilt die Polizei mit. Diese würden sich je nach Hersteller und Modell unterscheiden. Es gilt also, die Restgarantie zu prüfen und die Frage zu klären, ob sie auf den Folgebesitzer übertragbar ist. Und: „Welche Voraussetzungen – etwa eine lückenlose Wartungshistorie – gelten?“ Die Polizei rät außerdem, relevante Angaben schriftlich festzuhalten. Der ADAC stellt zum Beispiel eine kostenfreie Kaufvertragsvorlage zur Verfügung.

Tipp 4 Ausstattung: Der Alltagsnutzen eines E-Autos ist nicht nur von der Batterie abhängig, sondern, wie bei anderen Fahrzeugen auch, ebenso von der restlichen Ausstattung – etwa Navi mit Ladeplanung, Sitz- oder Lenkradheizung und Wärmepumpe. Wichtig ist laut Polizei auch, darauf zu achten, ob alle Ladekabel und Zubehörteile vollständig vorhanden sind und ob Serviceheft, Prüfprotokolle und bekannte Mängel, Rückrufe oder technische Änderungen offengelegt wurden.

Kaufinteressierte sollten auf typische Anzeichen für Betrug achten

Tipp 5 Betrugssignale: Sowohl persönlich als auch beim Onlinekauf sollten Kaufinteressierte auf typische Betrugssignale achten. Dazu zählen beispielsweise gefälschte Dokumente, Phishing-Mails, verschwiegene Fahrzeughistorien oder die Aufforderung zur Vorkasse.

„Bei unrealistisch günstigen Angeboten, fehlender Dokumentation zum Fahrzeug oder der Weigerung, eine unabhängige Prüfung zuzulassen, sollten Kaufinteressierte besonders aufmerksam sein“, erklärt Julia Christiani von der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Weitere Informationen und Sicherheitstipps finden Interessierte auf der Webseite der Initiative „Sicherer Autokauf im Internet“.