Wegen eines beschädigten Wehrs an der Sülz drohte ein Campingplatz in Rösrath komplett überflutet zu werden.
Schaden an SülzwehrFeuerwehr verhindert Überflutung von Campingplatz in Rösrath

Eine Absperreinrichtung (im Hintergrund) oberhalb des Wehrs an der Sülz bei Rösrath-Venauen wurde stark beschädigt, was zu einem Großeinsatz der Feuerwehr führte.
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Überflutungsalarm an der Sülz bei Rösrath: Weil die Absperrvorrichtung (Hebeschütz) zum alten Wassergraben oberhalb des Sülzwehrs zwischen Venauen und der Jahnstraße geborsten war, drohten die Wassermassen der Sülz am Freitagmittag unkontrolliert den am Wassergraben liegenden Campingplatz zu fluten.
Feuerwehr zieht Fachberater des Technischen Hilfswerks hinzu
Ein Einsatz nicht nur für die Freiwillige Feuerwehr Rösrath. „Es bestand die Gefahr, dass die Campinggemeinschaft Rösrath überflutet wird“, so Feuerwehrsprecher Luca Meysing am Wochenende. Gemeinsam mit einem Fachberater des Technischen Hilfswerks (THW) prüften die Einsatzkräfte der Feuerwehr verschiedene Optionen, um den Wasserzustrom in den Wassergraben zu reduzieren.

Zunächst werden mit Folie verkleidete Paletten in den beschädigten Bereich des Absperrbauwerks vor dem Wassergraben eingebaut
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Zunächst seien mit Folie verkleidete Paletten in den beschädigten Bereich des Absperrbauwerks vor dem Wassergraben eingebaut worden, so Feuerwehrsprecher Meysing. Parallel dazu habe die Feuerwehr gemeinsam mit den Stadtwerken Rösrath den Einbau langer Bündel aus Gehölzmaterial, sogenannter Faschinen, vorbereitet.
Damm aus Erde und Sandsäcken errichtet
Auch sie konnten die Wassermassen allerdings offenbar nicht stoppen. Schließlich entschieden Feuerwehr und Aggerverband gemeinsam, einen Damm zum Schutz des Campingplatzes zu errichten. „Dieser wurde aus Erde und großen Sandsäcken errichtet“, so Feuerwehrsprecher Meysing. Darüber hinaus wurde ein Graben ausgehoben, der das Wasser zurück in die Sülz leitete. „Auch hierbei unterstützten die Stadtwerke mit Personal und Material“, so Feuerwehrsprecher Meysing.
Nach mehr als fünf Stunden hatten die 15 Einsatzkräfte der Feuerwehr unter Leitung von Feuerwehrchef Bastian Eltner das Wasser mit Unterstützung von THW, Aggerverband und Stadtwerken gebändigt, konnte der Einsatz der Feuerwehr gegen 17.30 Uhr beendet werden.
Aggerverband übernimmt weitere Arbeiten
„Weitere Arbeiten werden durch den zuständigen Aggerverband übernommen“, so Feuerwehrsprecher Meysing. Dieser stelle auch sicher, dass Schloss Eulenbroich weiterhin mit ausreichend Wasser versorgt werde.

Für die Abdichtung des maroden Absperrbauwerks (links) zog die Feuerwehr einen Fachberater des Technischen Hilfswerks (THW) hinzu.
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Die Gebäude des ehemaligen Adelssitzes, die heute der Stadt Rösrath gehören, müssen, da sie auf Eichenpfählen im Feuchten Talgrund errichtet wurden, dauerhaft von Wasser umgeben sein, damit der Boden nicht austrocknet. Das könnte zu Setzungen und Schäden an den Gebäuden führen.

Ein Bagger hat einen Abfluss für das in Richtung Campingplatz drückende Sülzwasser errichtet.
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Der Fußgängerweg sowie die Brücke über das alte Hebeschütz am Wehr sind laut Feuerwehr aktuell nicht passierbar.
