Die Schlosspartie und die Verleihung der „Rose für Rösrath“ lockten fast 4000 Menschen nach Schloss Eulenbroich.
EhrenamtLisa Roth erhält "Rose für Rösrath" bei der Schlosspartie

Nahm stellvertretend für Lisa Roth die „Rose für Rösrath“ entgegen: Stefanie Tüschen (Mitte).
Copyright: Sigrid Schulz
Der Besucherandrang war heftig. Zur Schlosspartie von Schloss Eulenbroich wurde eine riesige Zahl an Besuchern gelockt. Am Sonntag, als die „Rose für Rösrath“ zum 21. Mal verliehen wurde, war selbst der riesige Parkplatz der angrenzenden Märkte Lidl und Edeka rappelvoll. Und doch, und das macht das ganz besondere Flair der Schlosspartie aus, das bedrückende Gedränge, welches bei dieser Besucherzahl zu erwarten wäre, blieb aus. Das lag daran, dass sich die Menschen auf dem großen Gelände und in den beiden mehrstöckigen Gebäuden verteilen konnten.
Lisa-Ann Wittkopf von der „Schloss Eulenbroich gGmbH“ war begeistert über den Zulauf. „Wir haben ja auch Besucher, die aus allen Ecken hierhin finden, teilweise aus Bonn, Düsseldorf und Wuppertal.“ Sie selbst sei jedes Mal über die Verwandlung des Schlosses durch den Chef von „Garten begeistert“, Kemal Gümüshan, begeistert: „Die ganzen Blumen, die er mitgebracht hat, das ist auch immer ein riesiger Aufwand. Die ganzen Stauden, die er mitbringt, die Bäume, die dann über das Wochenende hier stehen. Alleine drei große Olivenbäume mit einer Höhe von 1,70 Metern. Das ist immer ein besonderer Hingucker, wenn der Schlosshof auf einmal erblüht auf der ganzen Asphalt-Fläche.“

Feierten unter anderem die Auszeichnung gemeinsam: Bürgermeister Yannick Steinbach (h. M.), Monika Kampmann (M., 2.v.l.), die 2006 die Rose erhielt, und Gleichstellungsbeauftragte Elke Günzel (v. l.).
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Wie man es von der Schlosspartie kennt, gab es sehr viele und teilweise ungewöhnliche Aussteller mit speziellen Angeboten, wie aufwendig bemalte Teetassen oder riesige Salatschüsseln, neben Kleidung, Schmuck, Taschen und Leckereien. Der Höhepunkt war die Verleihung der „Rose für Rösrath“ für Lisa Roth, die sich vor allem bei der Freiwilligen Feuerwehr seit 2010 außergewöhnlich stark engagiert. Das ist allerdings bei Weitem nicht alles, wie Bürgermeister Yannick Steinbach in seiner Dankesrede betonte: „Genau solche Menschen sind das Rückgrat unserer Gemeinschaft.“ Besonders schön sei: „Ihr Einsatz hört nicht an der Feuerwehrhaustür auf. Sie engagieren sich auch für Kinder und Jugendliche, in der KLJB Hoffnungsthal/Forsbach, beim Foodsharing und sogar bei Hausflohmärkten. Kurz gesagt: Wo Gemeinschaft gebraucht wird, sind Sie offenbar entweder schon da oder gerade auf dem Weg dorthin.“ Genau deshalb sei die Auszeichnung so passend, so der Bürgermeister.
Aus terminlichen Gründen konnte Roth die Rose nicht persönlich entgegennehmen. Stellvertretend nahm Stefanie Tüschen – ebenfalls Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Rösrath – die Auszeichnung für sie an. „Die Laudatio wurde Frau Roth bereits bei einem gemeinsamen Kaffeetrinken vom Bürgermeister verlesen. Sie kennt sie also schon“, erklärte Elke Günzel, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt. „Aber wir konnten das nicht verschieben, weil die Verleihung jetzt immer im Rahmen der Schlosspartie stattfindet. Damit war sie aber sehr zufrieden.“
Auch Monika Kampmann, die die Rose 2006 erhielt, verstand, dass nicht immer alles nach Plan läuft. „Als ich den Anruf bekam, war ich mit der Ingrid in Bayreuth. Da hatten wir gerade an dem Sonntag frei“, erzählte sie. Die beiden hätten sich morgens auf den Weg nach Rösrath gemacht, damit Kampmann die Rose entgegennehmen konnte. Danach sei es für die zwei wieder zurück nach Bayreuth gegangen. Kampmann betonte mit Blick auf die Abwesenheit Roths: „Aber es geht ja um die Feuerwehr als solche, und das finde ich gut.“
So sah es auch der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Rösrath, Bastian Eltner. „Die Auszeichnung ist nicht nur eine besondere Anerkennung für Lisa Roth, sondern steht zugleich stellvertretend für das Engagement vieler Frauen in der Freiwilligen Feuerwehr“, sagte er. Sie mache sichtbar, „welchen wichtigen Beitrag Frauen in dieser nach wie vor männlich geprägten Domäne leisten“.
Und auch die Rembold Stiftung, gegründet von Dr. Jürgen Rembold, richtete einen Dank an Roth und unterstützte die Verleihung mit einer Summe von 500 Euro. „Das Geld kann und soll die vielen ehrenamtlichen Arbeitsstunden nicht aufwiegen, aber als symbolische Geste noch einmal unterstreichen, wie wichtig ihr Engagement ist“, so Dr. Rembold. Lisa Roth hatte im Vorfeld der Verleihung angekündigt, das Geld zu spenden.
