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RösrathDas Forsbacher Zentrum bekommt ein neues Profil

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Ein weißes Kirchengebäude mit angebautem Glockenturm aus den 1970er Jahren, davor grüne Sträucher.

Auf dem Grundstück von Christuskirche und Gemeindezentrum an der Bensberger Straße soll ein modernes Sozialzentrum mit Seniorenwohnungen entstehen.

Am 14. September findet in Venauen ein Infoabend zu den Planungen für das Areal Christuskirche an der Bensberger Straße statt. 

Das Zentrum im Rösrather Ortsteil Forsbach bekommt ein neues Gesicht. Auf dem Areal der evangelischen Christuskirche an der Bensberger Straße möchte die Wöllner Stift gGmbH zusammen mit der AIP Wohnen Bauträger GmbH ein „modernes Sozialzentrum“ mit Begegnungsstätten bauen. Was genau geplant ist, können Interessierte von den Beteiligten bei einer Informationsveranstaltung am Montag, 14. September, um 18 Uhr im Ratssaal in Venauen erfahren.

Das Projekt soll durch eine hochwertige Architektur die städtebauliche Besonderheit des Standortes betonen.
Beschlussvorschlag zur Aufstellung Bebauungsplan „Christuskirche“

Bei dem Vorhaben geht es im wesentlichen um Wohnungen für die „Betreuung und Pflege älterer Menschen und Kindern“, hieß es im Februar bei der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung und Verkehr. Das Projekt stieß dort auf   breite Zustimmung: Die Ausschussmitglieder erteilten der Beschlussvorlage der Verwaltung einstimmig ihre Zustimmung und gaben grünes Licht für die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 132 „Christuskirche“.

Der „Wöllner Stift e.V.“ möchte in dem Gebäude Servicewohnen für Seniorinnen und Senioren anbieten, die nicht allein leben können und Unterstützung benötigen. Beim Servicewohnen mieten die Nutzer eine Wohnung im Rahmen eines regulären Mietvertrages und erhalten zusätzlich einen Service-Vertrag, in dem unterschiedliche Unterstützungsangebote und auch Vorhalteleistungen festgehalten sind, erläutert Michael Heine, Geschäftsführer der Wöllner-Stift gGmbH. Dazu gehöre zum Beispiel die Möglichkeit, an den Veranstaltungen der vollstationären Einrichtung teilzunehmen, die Vermittlung eines Pflegedienstes oder die Zugriffsmöglichkeit auf den ersten freiwerdenden Platz im vollstationären Bereich.

Bürgermeister Yannick Steinbach moderiert die Veranstaltung

Zum Bebauungskonzept für das Areal gehören außerdem unterschiedliche Wohnformen sowie ergänzend auch Kindertagespflege, medizinische Einrichtungen und Gastronomie. Angekündigt wurden außerdem eine „hochwertige Architektur“ sowie „öffentliche Begegnungsräume sowohl in den Gebäuden als auch den Freibereichen“. Ziel sei die „Entwicklung eines neuen öffentlichen Zentrums in Forsbach“.

Spezifische Bauteile der abzureißenden Kirche, wie das markante Kirchenfenster, könnten laut Vorlage erhalten und in die Planung integriert werden. Auch die Glocken ließen sich möglicherweise unterbringen, hatte es bereits früher einmal geheißen. Was genau geplant ist und welche planungsrechtlichen Schritte dafür nötig sind, können interessierte Bürgerinnen und Bürger am 14. September erfahren. Die Veranstaltung wird moderiert von Bürgermeister Yannick Steinbach (Fors-Park).

Anregungen und Bedenken fließen in die weiteren Planungen ein

Zudem könnten dort Anregungen und Bedenken vorgetragen sowie Fragen gestellt werden, heißt es in der Terminankündigung der Stadt. Alle Hinweise und Anmerkungen würden in einem Protokoll festgehalten und fänden Eingang in den weiteren Planungsprozess. Neben Bürgermeister Steinbach sind auch Mitarbeitende aus dem zuständigen Fachbereich der Stadtverwaltung, Vertreter des verfahrensbegleitenden Planungsbüros sowie des Wöllner Stifts als Ansprechpartner vor Ort. Einlass ist bereits ab 17.30 Uhr, damit Bürgerinnen und Bürger sich schon vorab die Pläne anschauen können. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Parallel zur Bürgerinformationsveranstaltung werden schon weitere Behörden und Nachbarkommunen in die Planungen involviert. Nach Abschluss dieser Beteiligungsphase werden die eingegangenen Stellungnahmen und Anregungen geprüft und in die weitere Planung eingearbeitet. Daraus entsteht der Entwurf des Bebauungsplans, den der Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Verkehr in einer seiner nächsten Sitzungen zur Veröffentlichung freigeben muss, damit der Planentwurf im Anschluss einen Monat lang öffentlich ausgelegt werden kann. Erst dann geht die Bauleitplanung zum Beschluss in den Stadtrat. Sobald der Beschluss danach öffentlich bekanntgemacht wird, ist der Bebauungsplan rechtskräftig.

Forsbacher Grundschule nutzt das Gemeindezentrum für die OGS

Im Januar 2025 hatte die Evangelische Gemeinde Volberg-Forsbach-Rösrath mitgeteilt, dass die Christuskirche in Forsbach für einen Zeitraum von drei Jahren weiter für Gottesdienste und Andachten zur Verfügung steht. Das Evangelische Gemeindezentrum Forsbach wurde von der Stadt ebenfalls für drei Jahre angemietet, die es seither für den offenen Ganztag (OGS) der Forsbacher Grundschule zur Verfügung stellt.

Mit Ablauf der drei Jahre sollen Gemeindezentrum und Kirche abgerissen werden. Ziel der Beteiligten war es, innerhalb dieses Zeitraums das nötige Bebauungsplan-Verfahren für die neue Nutzung des Grundstücks auf den Weg zu bringen. Auf die Pläne hatten sich Evangelische Gemeinde und Wöllner Stift bereits Ende 2023 verständigt. Danach soll das Wöllner Stift nach Abriss von Kirche und Gemeindezentrum auf dem Grundstück ein Seniorenheim errichten, die Kirchengemeinde soll das Grundstück über einen Erbpachtvertrag zur Verfügung stellen.