Der Friedhof Sommerberg in Rösrath ist jetzt auch eine Ruhestätte und ein Erinnerungsort für Sternenkinder.
Ein Ort für SternenkinderStadtwerke Rösrath schaffen erste Ruhestätte für die kleinsten Verstorbenen im Kreis

Ein Ort für Sternenkinder auf dem Rösrather Friedhof am Sommerberg.
Copyright: Stadtwerke Rösrath
Wenn Kinder während der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt versterben, gibt es jetzt auch für sie eine Ruhestätte und für ihre Eltern einen Erinnerungsort in Rösrath. Die Stadtwerke Rösrath haben solch einen Ort auf dem Friedhof Sommerberg geschaffen – überhaupt die erste Ruhestätte für Sternenkinder im Rheinisch-Bergischen Kreis, wie die Stadtwerke in einer Presseinformation schreiben.
Für betroffene Familien habe es in Rhein-Berg bislang keinen speziell gestalteten Ort gegeben, an dem sie ihre Sternenkinder beisetzen und ihrer gedenken konnten: „Betroffene Familien mussten daher häufig auf Angebote in Köln oder im Rhein-Sieg-Kreis ausweichen oder die wenigen Bestattungsmöglichkeiten von Geburtskliniken nutzen“, erklärt Christoph Schmidt, Vorstand der Stadtwerke Rösrath.
Familien können Abschied nehmen und ihren Kindern nahe sein
Solch einen Ort der Trauer, Erinnerung und Begegnung gebe es nun mit dem Sternenkinderfeld auf dem Friedhof Sommerberg. „Mit dem neuen Sternenkinderfeld möchten wir einen geschützten Ort schaffen, an dem Familien Abschied nehmen und ihren Kindern nahe sein können“, so der Stadtwerke-Vorstand weiter.
Der Bereich, der künftig für die Beisetzung von Sternenkindern zur Verfügung steht, ist in den vergangenen Wochen entstanden. Er soll Eltern, Geschwistern, Großeltern und Angehörigen einen würdevollen Ort des Erinnerns und der Trauer bieten. Der Bereich sei „bewusst auf einer sonnigen Lichtung angelegt“ worden, so die Stadtwerke. „Im Mittelpunkt steht ein Apfelbaum, der symbolisch für das Leben und die bleibenden Spuren steht, die jedes Kind hinterlässt – unabhängig davon, wie kurz sein Leben gewesen sein mag.“ Die Beisetzungen finden in einem liebevoll gestalteten, kreisförmig angelegten Rondell statt. Auf einem angrenzenden Wiesenbereich steht ein Areal für Kindergräber zur Verfügung.
Ein Briefkasten nimmt persönliche Botschaften an verstorbene Kinder auf
Als besonderes Element wurde ein Briefkasten installiert. Der Briefkasten für persönliche Botschaften an verstorbene Kinder kann nicht geöffnet werden. „Alle eingeworfenen Briefe bleiben dauerhaft an diesem Ort“, erzählen Marco Lindlar, Meister im Friedhofsbetrieb, und Katharina Drescher von der Friedhofsverwaltung. Viele Angehörige verspürten „den Wunsch, den verstorbenen Kindern Gedanken, Wünsche oder Erinnerungen mitzuteilen“, erklären die beiden.
Auch andere Trauernde könnten den Briefkasten selbstverständlich nutzen. „Wir wünschen uns, dass dieser Bereich künftig nicht nur ein Ort der Trauer, sondern auch ein Ort der Erinnerung, der Verbundenheit und der Begegnung wird“, sagen die beiden weiter. Marco Lindlar und Katharina Drescher stehen Angehörigen gerne auch beratend zur Seite, so die Stadtwerke Rösrath. Die Stadtwerke weisen weiter darauf hin, dass für alle Belange rund um die Rösrather Friedhöfe ihre Mitarbeitenden von Friedhofsbetrieb und -verwaltung die direkten Ansprechpartner sind.
