Ein ungewöhnlich hoher Zählerstand sorgt für vorzeitigen Unterrichtsschluss – die Leitungen sind aber dicht. Ursache war ein technischer Fehler.
Freiherr-vom-Stein-Schulzentrum vorsorglich geräumtVerdacht auf Gasleck legt Schulzentrum in Rösrath lahm

Freiherr-vom-Stein-Schulzentrum
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Ein ungewöhnlich hoher Gasverbrauch, ein vorsorglich geräumtes Schulzentrum und eigens früher eingesetzte Schulbusse: Was am Donnerstag am Freiherr-vom-Stein-Schulzentrum zunächst nach einem Gasleck aussah, hat sich einen Tag später als technischer Fehler entpuppt. Nach Angaben der Stadt sind die Gasleitungen dicht. Der auffällige Zählerstand hatte offenbar einen Verbrauch angezeigt, den es tatsächlich gar nicht gegeben hatte.
Fachleute untersuchten Donnerstag und Freitag das Schulzentrum
Bereits am Donnerstag hatte die Stadt Schülerinnen, Schüler, Eltern und auf ihrer Internetseite darüber informiert, dass der Unterricht an Gesamtschule und Gymnasium wegen des Verdachts auf ein Gasleck vorzeitig beendet worden sei. Auslöser war eine turnusmäßige Ablesung: Von Mittwoch auf Donnerstag war ein für die Jahreszeit ungewöhnlich hoher Gasverbrauch registriert worden. Die Stadt Rösrath reagierte vorsorglich. Am Donnerstagmorgen wurde die Gaszufuhr zum Schulzentrum unterbrochen. In Abstimmung mit den beiden Schulleitungen entschied die Verwaltung, den Unterricht früher zu beenden. So sollte der Entstördienst des Energieversorgers ungehindert nach einem möglichen Leck suchen können. Noch am Donnerstag untersuchten Fachleute die Anlage – fanden jedoch keine undichte Stelle.
Damit war die Angelegenheit allerdings noch nicht erledigt. Am Freitagmorgen wurde die Fehlersuche fortgesetzt. Ein Fachunternehmen überprüfte die Leitungen erneut auf ihre Dichtheit. Dabei wurde insbesondere untersucht, ob ein Druckabfall festzustellen sei, der auf eine undichte Stelle hindeuten könnte. Doch auch diese Prüfung blieb ohne Befund.
Ursache sei ein technischer Fehler
„Nach eingehender Überprüfung ist daher von einem technischen Fehler auszugehen“, teilte Stadtsprecher Marcel Roßmann am Freitag mit. Der Zähler habe „augenscheinlich einen Gasverbrauch suggeriert, den es offenbar nie gegeben hat“. Damit bestätigte sich der zunächst befürchtete Gasaustritt nicht.
Auswirkungen auf den Schulbetrieb
Der Verdacht hatte am Donnerstag gleichwohl erhebliche Auswirkungen auf den Schulbetrieb. Um die zahlreichen Schülerinnen und Schüler nach dem vorzeitigen Unterrichtsschluss nach Hause zu bringen, wurden die Schulbusse außerplanmäßig früher eingesetzt. Die Abfahrten erfolgten nach Angaben der Stadt zeitlich versetzt, damit der Rückweg möglichst reibungslos organisiert werden konnte.
Auch für diejenigen Kinder und Jugendlichen, die nicht früher nach Hause fahren konnten, musste kurzfristig eine Lösung gefunden werden. Lehrerinnen und Lehrer übernahmen ihre Betreuung bis zum regulären Schulschluss in den Turnhallen des Schulzentrums.
Die vorsorglichen Maßnahmen seien in der Annahme getroffen worden, dass tatsächlich Gas austreten könnte, erläutert die Rösrather Stadtverwaltung. Sicherheit habe dabei Vorrang gehabt. Nachdem sowohl der Entstördienst des Energieversorgers als auch das anschließend beauftragte Fachunternehmen keine Undichtigkeit feststellen konnten, gab es am Freitag Entwarnung.
Für Gesamtschule und Gymnasium bedeutete das eine schnelle Rückkehr zur Normalität: Bereits am Freitag konnte der Unterricht im Freiherr-vom-Stein-Schulzentrum wieder regulär stattfinden. Aus dem vermeintlichen Gasleck ist damit nach zwei Tagen intensiver Suche vor allem eines geworden: ein Fall für die Technik. (wg)
